Anteros - When We Land - Cover
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Anteros When We Land


  • Label: Distiller Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer sich dem Genre Dream-Pop anschließt, der hat entweder einen an der Waffel oder sehnt sich nach den glitzernden 80ern. Anteros bekennen sich in schöner Art in beiderlei Hinsicht schuldig.

Nach drei EPs seit 2015 feiern Anteros aus England ihr Debüt-Album. Dafür putzen sie ihren von den 80ern inspirierten 80er-Pop mit Rockattitüde heraus und haben sich auf Musik besonnen, die möglichst eingängig ist. Was als Album ohne Kanten hätte scheitern können, lebt auf „When We Land“ von einer Hingabe zu alten Radiohits, die wissen, wie Zuhörer zum Tanzen animiert werden. Anteros sind keine neue Kraft auf dem Musikmarkt, aber eine der vielen, schönen Erinnerungen, dass Pop-Rock schlichtweg Spaß machen kann.

Bezeichnend für diese Feststellung ist „Ring Ring“, das dem Titel entsprechend außerordentlich simpel ausgefallen ist. In den Händen einer anderen Band wäre der Titel wahrscheinlich gescheitert, doch Anteros holen selbst aus wenig inspirierten Momenten Sogkraft heraus, die die Melodie direkt ins Gehirn überträgt. Das leicht ins Blut übergehendes Mittelmaß den Tiefpunkt des Albums darstellt, ist bereits eine Art Würdigung. Das Album verjagt seine Hörer auch nicht mit „Afterglow“ und zeigt selbst in seinen Schwächsten Momenten, dass Anteros zu unterhalten wissen.

Abgesehen von diesen beiden Stolpersteinen bringen Anteros immer eine Mischung aus Tanzbarkeit und Eingängigkeit mit, die auch ohne ganz große Klasse mitreißt. Vom Opener „Call Your Mother“ bis zu „Fool Moon“ überzeugen Anteros mit einer stampfenden Energie. Dass kaum eines der Lieder länger im Kopf verweilt, lässt sich aufgrund der kurzweiligen Unterhaltung gut verschmerzen.

Und während der Großteil auf „When We Land“ Potenzial zumindest andeutet, zeigt die Band ausgerechnet mit dem Titel „Anteros“ einen Weg auf, der Erfolg verspricht. Hier klingen Anteros wie eine leichtfüßige Alternative zu Florence + The Machine. Spätestens wenn Hörer sich beim ersten Hördurchgang des besagten Tracks beim Mitsingen erwischen, wird dieses Potenzial für jeden Pop-Liebhaber deutlich. Und wenn Anteros ihre Fans in Zukunft nicht nur zum Tanzen sondern auch zum Singen bringen, dürften der Londoner Band alle Tore offen stehen.

Anspieltipps:

  • Anteros
  • Fool Moon
  • Honey

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