Fun Lovin´ Criminals - Another Mimosa - Cover
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Fun Lovin´ Criminals Another Mimosa


  • Label: DiFontaine/Membran
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende

Die Leserwertung ist erst ab Datum der Veröffentlichung verfügbar.

Die Fun Lovin’ Criminals sind wieder da! Neun Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung schiebt ein Coveralbum ihr Comeback an.

Die Fun Lovin’ Criminals aus New York City – aktuelles Line-up: Hugh „Huey“ Morgan (Gesang, Gitarre), Brian „Fast“ Leiser (Bass, Keyboards) und Frank „The Rhythm Master“ Benbini (Drums) – zählten in den 90er Jahren zu den coolsten Bands auf dem Planeten. Ihre Mischung aus HipHop, Pop, Blues, Jazz, Funk und Soul war ein locker-flockiger Gegenentwurf zur klassischen HipHop/Rap-Strömung. Ihre frühen Alben warfen diverse Hitsingles ab, sodass die Fun Lovin‘ Criminals tatsächlich zu den wenigen sogenannten Kultbands gehören, die auch kommerziell etwas bewegen konnten.

Von 1996 bis 2002 ging das Konzept als Majoract hervorragend auf. Vier Longplayer, darunter das Coveralbum „Mimosa“ (09/1999) und eine Hit-Sammlung waren die reiche Ausbeute. Doch dann sankt der Stern der Fun Lovin’ Criminals dramatisch, die von ihrem ehemaligen Vertragspartner Chrysalis Records (EMI) zu allem Überfluss bei jeder Album-Neuveröffentlichung mit dem Parallel-Release einer Katalog-Compilation ausgekontert wurden. Tatsächlich gibt es die Band noch heute, auch wenn die bis dato letzte Veröffentlichung mit dem „Classic Fantastic“-Album (03/2010) fast neun Jahre her ist.

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Doch nun will das Trio wieder angreifen. Angeblich arbeiten die Fun Lovin’ Criminals an ihrem siebten regulären Studioalbum, das noch im Jahr 2019 erscheinen soll. Vorab veröffentlichen die New Yorker aber mit „Another Mimosa“ einen Testballon, der die Tradition des 1999er „Mimosa“-Coveralbums aufgreift und 20 Jahre später als Follow-up mit einem verdächtig ähnlichem Coverartwork auf den Markt gebracht wird. Auf dem Werk präsentieren die Fun Lovin’ Criminals ein Dutzend Coversongs, Remixe, Raritäten, Überarbeitungen eigener Songs sowie eine brandneue Eigenkomposition.

„Another Mimosa“ wurde zusammen mit dem Toningenieur Tim Latham (u.a. A Tribe Called Quest, Lou Reed, Black Eyed Peas, Erykah Badu, Arrested Development, Gym Class Heroes, Britney Spears) aufgenommen und enthält neben den Neuaufnahmen der eigenen Tracks „Love unlimited“ und „Southside“ eine wilde Mischung aus fremden Vorlagen, aus denen das Trio in seinem unnachahmlichen Stil quasi seine eigene Suppe kochte. Dabei kennen die New Yorker keine stilistischen Hürden. Am Ende kommt ja doch ein FLC-Stück dabei heraus.

Das macht Laune. Denn das Guilty Pleasure aus den 90er Jahren zeigt sich gut in Form, wenn es Songs von Ice Cube („You know how we do it“), Freddie King („Going down“), Procol Harum („A whiter shade of pale“), Bobby Womack („Daylight“), Neil Diamond („Hello again“) und Tom Petty („Mary Jane‘s last dance“) auf arsch-coole Art und Weise in ihr typisches HipHop-Funk-Rock-Korsett steckt und den Hörer damit einen Dauer-Kopfnicker-Zustand einbrockt.

Anspieltipps:

  • Warning
  • Daylight
  • Southside
  • Going down
  • You know how we do it
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