Raven - Screaming Murder Death From Above: Live In Aalborg - Cover
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Raven Screaming Murder Death From Above: Live In Aalborg


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 54 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Raven sind um einen kleinen Mythos bemüht, da das eigentliche Album selbst gefälliges Mittelmaß bietet.

Kritiker sein ist leicht. Da stellt sich jemand hin und verlangt, dass seine Meinung als gegeben angenommen wird. Das ist eine einfache Perspektive, um den Kritiker zum Buhmann zu machen. Aber diese Rolle gehört dazu, wenn der eigene Text ein Ereignis schmälert, das die Band selbst als „magisch“ bezeichnet, wie Sänger und Bassist John Gallagher den Aalborg-Mitschnitt nennt. Für die Band war die ihnen anscheinend nicht bewusste Aufzeichnung bestimmt ein feierliches Ereignis, doch für den Zuhörer ist der Auftritt ein technisch rauer Mix, der einige Wünsche übrig lässt.

Was der Band nicht abzusprechen ist, ist die Spielfreude. Zu keinem Zeitpunkt ist daran zu zweifeln, dass diese Band ihr Publikum abholen will. Wenn das wie in „Rock Until You Drop“ vollends funktioniert, lässt sich gut nachvollziehen, was Raven an diesen Auftritt gefällt. In Anbetracht des weiten Feldes an Live-Alben bleibt allerdings festzuhalten, dass Spielfreude allein nicht den Unterschied macht. Sie ist fraglos das Fundament eines gelungenen Auftritts, aber die Qualität der Songs sowie die technische Umsetzung bleiben mitentscheidend.

Gerade die zweite Albumhälfte präsentiert ein paar Aussetzer, bei denen unvorbereitete Hörer wohl kurzzeitig die heimische Technik infrage stellen werden. Diese Momente reißen aus dem Live-Erlebnis raus, auch wenn gerade diese Elemente als Authentizität verkauft werden. Für bombastische Auftritte fehlt der Aufnahme die Kraft eines „Live Summer 2003“ von Robbie Williams und mit der Nähe des letztjährigen Audio-Diamanten namens „ Boxer Live In Brussels“ von The National können Raven ebenfalls nicht mithalten. Kurzum: „Screaming Murder Death From Above: Live In Aalborg“ ist ein technisch schwacher Mitschnitt eines engagierten Auftritts mit ganz nettem Metal. Der Mix ist zu gut, um zu enttäuschen. Gleichzeitig bleibt er durchgehend zu schwach, um zu überzeugen.

Anspieltipps:

  • Rock Until You Drop
  • Destroy All Monsters
  • All For One
  • Kritiker sein ist leicht. Da stellt sich jemand hin und verlangt, dass seine Meinung als gegeben angenommen wird. Das ist eine einfache Perspektive, um den Kritiker zum Buhmann zu machen. Aber diese Rolle gehört dazu, wenn der eigene Text ein Ereignis schmälert, das die Band selbst als „magisch“ bezeichnet, wie Sänger und Bassist John Gallagher den Aalborg-Mitschnitt nennt. Für die Band war die ihnen anscheinend nicht bewusste Aufzeichnung bestimmt ein feierliches Ereignis, doch für den Zuhörer ist der Auftritt ein technisch rauer Mix, der einige Wünsche übrig lässt.

    Was der Band nicht abzusprechen ist, ist die Spielfreude. Zu keinem Zeitpunkt ist daran zu zweifeln, dass diese Band ihr Publikum abholen will. Wenn das wie in „Rock Until You Drop“ vollends funktioniert, lässt sich gut nachvollziehen, was Raven an diesen Auftritt gefällt. In Anbetracht des weiten Feldes an Live-Alben bleibt allerdings festzuhalten, dass Spielfreude allein nicht den Unterschied macht. Sie ist fraglos das Fundament eines gelungenen Auftritts, aber die Qualität der Songs sowie die technische Umsetzung bleiben mitentscheidend.

    Gerade die zweite Albumhälfte präsentiert ein paar Aussetzer, bei denen unvorbereitete Hörer wohl kurzzeitig die heimische Technik infrage stellen werden. Diese Momente reißen aus dem Live-Erlebnis raus, auch wenn gerade diese Elemente als Authentizität verkauft werden. Für bombastische Auftritte fehlt der Aufnahme die Kraft eines „Live Summer 2003“ von Robbie Williams und mit der Nähe des letztjährigen Audio-Diamanten namens „ Boxer Live In Brussels“ von The National können Raven ebenfalls nicht mithalten. Kurzum: „Screaming Murder Death From Above: Live In Aalborg“ ist ein technisch schwacher Mitschnitt eines engagierten Auftritts mit ganz nettem Metal. Der Mix ist zu gut, um zu enttäuschen. Gleichzeitig bleibt er durchgehend zu schwach, um zu überzeugen.

    Anspieltipps:

    • Rock Until You Drop
    • Destroy All Monsters
    • All For One

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