Tedeschi Trucks Band - Signs - Cover
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Tedeschi Trucks Band Signs


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Tedeschi Trucks Band rutscht nicht auf alten Blues-Standards rauf und runter, sondern verströmt eine eigene, virtuose Note.

„Signs“ ist der mittlerweile vierte Studio-Longplayer des Ehepaars Susan Tedeschi (48) und Derek Trucks (39) sowie seiner zehn Bandkollegen, die seit dem Jahr 2010 die Tedeschi Trucks Band aus Jacksonville, Florida, abgeben. Aufgenommen wurde es im bandeigenen Heimstudio namens „Swamp Raga“, ganz stilecht auf analogem Material (einer alten zwei Zoll Bandmaschine), unter Beteiligung von Gästen wie Warren Haynes, Doyle Bramhall II und Oliver Wood.

Mit ihrem urwüchsigen Blues steht die Tedeschi Trucks Band bei Fans und Kritikern hoch im Kurs, was durch ihre ausschweifenden Live-Aktivitäten untermauert wird. Die Songs entstehen in kollektiven Sessions und geben damit jedem Bandmitglied die Möglichkeit zur individuellen Entfaltung. So sind die Songs der Amerikaner nicht nur äußerst üppig instrumentiert, sondern auch mit einer guten Portion Progressivität versehen, die im Blues-Fach nicht zwingend üblich ist.

Auf diese Weise reiht die Tedeschi Trucks Band nicht nur klassischen Blues in ihr Repertoire ein, sondern auch Einflüsse aus Rock, Soul, Americana und Folk. Dafür gab es bis dato einen Grammy und vier Blues Music Awards und jede Menge treue Fans auf der ganzen Welt. Diese dürfen sich nun mit „Signs“ auf elf neue Stücke freuen, die in Sachen Sound so authentisch wie eine Produktion aus der 70er Jahren daherkommen und in Bezug auf das Songwriting ausgefeilt und detailverliebt wie eh und je sind.

Für „Signs“ bedeutet dies, dass der Hörer – wie erwartet – wunderbar gediegene Musik vorgesetzt bekommt, die der Kenner so oder so ähnlich schon von den vorherigen Alben der Band kennt. Das macht das Album zwar frei von Überraschungen, aber dadurch nicht weniger überzeugend. Denn die mit gesellschaftskritischen Texten garnierten Stücke rutschen zu keiner Zeit auf alten Blues-Standards rauf und runter, sondern verströmen eine ganz eigene, virtuose Note, mit der das Blues-Segment fast schon gesprengt wird.

Anspieltipps:

  • Hard case
  • The ending
  • Still your mind
  • I‘m gonna be there
  • Walk through this life
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