21 Savage - I Am > I Was - Cover
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21 Savage I Am > I Was


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
8.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Zweites Soloalbum des 27-jährigen Nachwuchsrappers aus Atlanta, Georgia.

In den letzten beiden VÖ-Wochen eines Jahres erscheinen in den USA traditionell immer noch ein paar kleine HipHop/Rap-Perlen, während sich der Rest der Musikindustrie bereits auf der faulen Haut befindet. Egal ob Topstars oder hochgehandelte Talente des Genres – der Dezember hat immer etwas zu bieten. So auch im Jahr 2018, selbst wenn die physische Veröffentlichung hierzulande etwas auf sich warten lässt, so wie im Fall von 21 Savage, dessen Zweitwerk „I Am > I Was“ (US-Release: 21. Dezember 2018) in Deutschland erst Anfang Januar erscheint.

Shayaa Bin Abraham-Joseph alias 21 Savage (26) ist ein junger Rapper aus Atlanta, der gleich mit seinem „Issa“-Soloalbum (07/2017) erfolgreich debütierte und eine Gold-Auszeichnung für mehr als 500.000 verkaufte Einheiten in den USA kassierte. Ein Jahr später war 21 Savage zusammen mit Young Thug, Lil Wayne, Ty Dolla $ign, Miguel und Khalid auf dem Soundtrack zum Film „Superfly“ (06/2018) zu hören, der es bis auf Platz 25 der US Billboard Charts schaffte.

Seit 2010 ist 21 Savage als Rapper aktiv. Er begann ursprünglich mit der HipHop-Crew Slaughtergang, schlug aber schon bald Solopfade ein und veröffentlichte im Jahr 2015 die beiden Mixtapes „The Slaughter Tape“ und „Slaughter King“. Zuvor war der 26-Jährige Gangmitglied der berüchtigten Bloods im Großraum von Los Angeles und kam schon einige Male mit dem Gesetz in Konflikt. Das macht ihn als Gangsta-Rapper natürlich besonders authentisch. Er muss sich keine Geschichten ausdenken, sondern kann aus seinem Leben erzählen. Darauf fahren die Kids ab.

Durch die Musik und das Rappen ist 21 Savage von der schiefen Bahn abgekommen. Und es hat sich gelohnt! Mit 131.000 verkauften Alben in der ersten Woche (davon 18.000 physische Einheiten) landete das u.a. von Metro Boomin, Southside, FKi 1st und Wheezy produzierte „I Am > I Was“ auf dem ersten Platz der US Billboard Charts. Ein schöner Erfolg, auch wenn die Konkurrenz zum Jahresende eher schwach ist. Verdient hat es sich das Album trotzdem. Dieses zeichnet sich durch eine sehr reduzierte, düstere Produktion aus, mit der 21 Savages Rap-Skills geschickt in den Vordergrund gerückt werden.

Dabei werden Samples nur sehr überschaubar eingesetzt und fallen kaum auf. Lediglich Santanas „Samba Pa Ti“ in „Out for the night“ sticht heraus. Auch die beteiligten Gäste Yung Miami, Post Malone, Childish Gambino, Offset, Project Pat, Schoolboy Q, Young Nudy, Gunna und Lil Baby agieren eher im Hintergrund und spielen 21 Savage die Bälle zu. Dieser zieht seine Performance mit stoischer Ruhe durch, holt sich brav den „Explicit Lyrics“-Stempel ab („A&T“ - steht für Ass & Titties“) und kreiert damit einen atmosphärischen Höhepunkt des Genres.

Anspieltipps:

  • ASMR
  • Pad lock
  • Break da law
  • Out for the night
  • Letter 2 my momma
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