Flo Mega - Bäms! - Cover
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Flo Mega Bäms!


  • Label: Styleheads Music/Groove Attack
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das dritte Album des zweimaligen „Bundesvision Song Contest“-Teilnehmers.

Florian Bosum alias Flo Mega (40) meldet sich mehr als fünf Jahre nach seinem „Mann über Bord“-Album (01/2014) mit einem großen „Bäms!“ zurück. But hey, don‘t call it a Comeback, wobei allerdings auch nicht verraten wird, warum der Bremer so lange abgetaucht war. Aber nun ist er ja wieder da und reicht uns seinen typischen Stil-Mix aus Soul, Funk, HipHop und Pop – Hauptsache es hat Groove! – auf dem Silbertablett an.

Der zum Teil durch öffentliche Mittel geförderte Longplayer wurde von Droopy Goldberg und Kraans de Lutin (Kerstin Ott, Otto Normal, Gestört Aber Geil, Stereoact, BRKN, MC Fitti, Sido, Juli) produziert und kommt mit Gastbeiträgen u.a. von Das Bo, Chefboss und den Fantastischen Vier daher und geht bereits mit dem an Soul- und Funk-Legende James Brown gemahnenden Opener „Bäm (da isser)“ mächtig steil, nur um im folgenden „1001 Stadt“ gleich wieder den Stecker gezogen zu bekommen. Eine Ballade an dieser Stelle? Keine gute Idee!

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Auch der dritte Track, „Ferddich“, ist trotz aller Qualität ein Leisetreter und gehört nicht an so eine frühe Position. Merke: Der geneigte Hörer gehört erst einmal amtlich wachgerüttelt, bevor eine Verschnaufpause eingelegt werden kann. Doch Flo Mega und sein Team machen genau in diesem andächtigen Stil weiter („Besoffen“), bevor das Energie-Level wieder nach oben zeigt („Limbus infernal“, „F.U.N.K.“, „Hollywood“). Keine Frage: Würde Flo Mega auf „Bäms!“ mehr Uptempo-Tracks präsentieren, hätte der Albumtitel mehr Gewicht erhalten.

So bleibt am Ende ein durchwachsener Eindruck von einem Album, das wie schon das Debütwerk aus dem Jahr 2011 daran krankt, dass Flo Mega die zweifellos vorhandenen PS nicht auf die Straße bekommt und zu viel Zeit in langsame und balladeske Stücke investiert, die zwar nicht schlecht sind, aber unterm Strich viel zu sehr die Fahrt aus dem Songreigen nehmen.

Anspieltipps:

  • Besoffen
  • Ferddich
  • Arschlochengel
  • Bäm (da isser)
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