Coppersky - Orbiter - Cover
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Coppersky Orbiter


  • Label: Popup Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Copperskys „Orbiter“ ist eine Blues-Platte, die in ihrer Kompromisslosigkeit kaum interessante Ideen zulässt.

Das ist doch ordentlich. Wer sich mit dem herausstechenden Gesang anfreunden mag, der entdeckt eine Blues-Band, die sich im Alternative-Rock versucht. „Son Of The Light“ ist ein solider Einstieg, „Bloody Honeymoon“ zeigt, dass die Band zu mehr als Blues in der Lage sein könnte und dann, ja, dann folgt nichts mehr. Zwar sind noch sieben weitere Stücke auf der Trackliste vermerkt, doch diese stagnieren lieber, statt den Copperskyschen Klangkosmos zu erweitern.

„Dressed In Wool“ folgt mit Elan seinem Vorbild „Bloody Honeymoon“, ohne genauso einprägsam zu sein, und „Tesseract“ tritt eine Reihe von Blues-Songs los, die leider niemanden vom berühmt berüchtigten Hocker hauen. Ohne Frage wissen die drei Männer aus den Niederlanden, wie Blues und psychedelischer Rock zu klingen haben, aber hinter der Form lässt sich kaum Inhalt spüren. „Cassini“ scheppert, ohne zu bewegen, „Man Shaped Door“ gibt sich progressiv, ohne zu überraschen, und das „Rock Cafe“ lädt zum braven Nicken, nicht aber zum Tanzen ein.

„Orbiter“ ist ein Album, das sich nie von den Konventionen seiner gewählten Genres löst und diese auch nicht zu einer neuen Kreation vermischt. Stattdessen ist das Album eine Ansammlung von ganz netten Tracks, die Längen in Kauf nehmen, wenn die Form des Songs es verlangt. In knapp 40 Minuten lässt sich zu wenig Eigendynamik erkennen, sodass das Erlebnis dieser Platte ein merkwürdig passives ist. In blumigeren Worten: auf „Orbiter“ wird sich kaum ein Hörer verlieren können.

Anspieltipps:

  • Bloody Honeymoon
  • Dressed In Wool
  • Rock Cafe

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