Reese Wynans - Sweet Release - Cover
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Reese Wynans Sweet Release


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 71 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Reese Wynans (u.a. Stevie Ray Vaughan) liefert mit 71 Jahren sein erstes Soloalbum ab.

Nach 50 Jahren im Musikbusiness traut sich Reese Wynans nun an die vorderste Front und veröffentlicht sein erstes Soloalbum. Bekannt wurde der 71-Jährige durch seine Arbeit an den Tasten von Stevie Ray Vaughans Begleitband „Double Trouble“. In seiner langen Karriere arbeitete der Amerikaner aber auch schon mit Größen wie Buddy Guy, den Allman Brothers bevor sie diese wurden oder Kenny Wayne Shepherd zusammen. Seit einigen Jahren ist Wynans festes Mitglied Joe Bonamassas Band, der seinen Keyboarder auch zu seinem ersten Soloalbum überredete und auch gleich den Job des Produzenten übernahm. Als loses Konzept dienen Songs, die Reese Wynans eingespielt bzw. live performt hat oder bei deren Aufnahmen er gerne dabei gewesen wäre.

Eröffnet wird „Sweet Release“ mit den beiden Stevie-Ray-Vaughan-Klassikern „Crossfire“ und „Say What!“ die im Großen und Ganzen originalgetreu nachgespielt werden, wodurch sich diese Neuinterpretation nicht ganz erschließt. Selbst die Gitarrensoli werden eins zu eins nachgespielt, einzig Reese Wynans wird mehr Raum gegeben. An Bass und Schlagzeug dabei, Tommy Shannon und Chris Layton, ihres Zeichens „Double Trouble“. „That Driving Beat“ und „You’re Killing My Love“ sind deutlich soullastiger, „der Titelsong, im Original von Boz Scaggs, ist ein Southern-Rock-Country-Gemisch, das von Warren Haynes und Vince Gill veredelt wird.

„Shape I’m In“ ist ein hart rockender Boogie mit Kenny Wayne Shepherd, ähnlich „Hard To Be“ von den Vaughan Brothers. „So Much Trouble“ ist ein klassischer Shuffle mit Joe Bonamassa an Gesang und Gitarre, „Soul Island“ kommt mit einer funky Basslinie daher und den Akustikgitarrenklassiker „Blackbird“ der Beatles intoniert Reese Wynans gekonnt am Flügel. So wird „Sweet Release“ eigentlich zu einem klassischen Blues-Album, einem Genre, das seit jeher von und mit Interpretationen lebte und lebt. Dass einige Songs nicht wirklich verändert und originalgetreu verändert wurden mag diese Veröffentlichung hinterfragen, andererseits stellt sich de Frage, was man an großartigen Songs wie „Crossfire“ verändern soll? Klanglich ist „Sweet Release“ einwandfrei, musikalisch kann man durchaus Spaß mit der Scheibe haben.

Anspieltipps:

  • That Driving Beat
  • Sweet Release
  • Shape I’m In

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