Royal Trux - White Stuff - Cover
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Royal Trux White Stuff


  • Label: Fat Possum/ALIVE
  • Laufzeit: 37 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Band gibt sich cool und gelassen, sodass Hörer beinahe vergessen könnten, dass die Musik dahinter auf der Stelle tritt.

In einem Land vor unserer Zeit als T. Rex noch auf Erden wandelten, war Rock unkompliziert. Und auch heute kann Rock geradlinig sein, woran uns Royal Trux auf „White Stuff“ uns gerne erinnern. Vor sich hin brummende und scheppernde Rocksongs mit schräger Attitüde und geradliniger Struktur kriechen vom eröffnenden Titeltrack an psychedelisch aus den Boxen. Ob Jennifer Herrema und Neil Hagerty mysteriös, sexy oder nach beidem klingen möchten, ist nicht immer klar, soll es aber wohl auch nicht sein.

Das Album fällt nach ungestüm ungewohnt rauem Beginn allerdings früh mit „Suburban Junkie Lady“, welches das Album dechiffriert und gewissermaßen entzaubert. Mit düsterer Gitarre, Percussions und verwobenem Gesang dreht der Song sich von Beginn an um sich selbst und hebt nie ab. Viele Stücke auf „White Stuff“ fallen dieser Starre zum Opfer, wenn die Lieder sich entscheiden, auf der Stelle stehen zu bleiben. Lieder wie „Shoes And Tags“ und „Get Used To This“ lassen sich ebenfalls in wenigen Augenblicken entschlüsseln und bieten dafür allerdings zu wenig, um dennoch zu begeistern.

Auf „White Stuff“ finden Hörer energetisch vorgetragene Stücke vor, die weder Ohrwürmer sind, noch mit ihrem Spannungsbogen begeistern können. Es ist Musik, die gerne mehr wäre und sich gleichzeitig stur damit zufrieden gibt, was sie ist. Royal Trux scheinen zwischen sich selbst hin und her gerissen zu sein. Wie „Every Day Swan“ beginnt „White Stuff“ mit einem Knall, der nach kurzweilig überraschendem Auftakt schnell ver- und wie der Closer „Under Ice“ ausläuft, ohne einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu können.

Anspieltipps:

  • White Stuff
  • Year Of The Dog

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