Cage The Elephant - Social Cues - Cover
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Cage The Elephant Social Cues


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Album Nummer fünf der amerikanischen Rockband, das vom kantigen Indie-Rock der frühen Tage nicht mehr viel übriglässt.

Die Band Cage The Elephant aus Bowling Green, Kentucky, hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2006 stetig nach oben gearbeitet und ist inzwischen mit vier Studio- und einem Live-Album fester Bestandteil der weltweiten Mainstream-Charts. Die ehemalige High-School-Band war von Beginn an in den USA beim Major Sony Music unter Vertrag und legt mit „Social Cues“ nun schon ihren fünften Studio-Longplayer in gerade einmal zehn Jahren vor.

Dieser wurde in ihrer aktuellen Wahlheimat Nashville sowie in Los Angeles zusammen mit Produzent John Hill (Charli XCX, Santigold, Florence + The Machine, Kimbra, Birdy, Portugal. The Man, Imagine Dragons, P!nk, Rihanna) aufgenommen und stellt aus der Sicht von Sänger und Texter Matt Shultz eine Art Trennungsalbum dar. Da kann der Hörer nur hoffen, dass „Social Cues“ nicht allzu weinerlich ausgefallen ist. Denn nach sieben Nummer-1-Singles und insgesamt elf Songs in den Top 10 der US-Billboard-Charts, lastet natürlich ein gewisser Druck auf der Band, wenn sie nun mit einem neuen Album an den Start geht.

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Doch so viel darf gleich zu Beginn verraten werden: Dass Matt Shultz‘ Trennung von seiner Ehefrau das Thema Nummer eins auf dem Album ist, fällt musikalisch kaum auf, da Brad Shultz (Gitarre), Nick Bockrath (Gitarre), Jared Champion (Drums), Matthan Minster (Keyboards) und Daniel Tichenor (Bass) die mitunter verbitterten und desillusionierten Texte Ihres Sängers mit Melodien und Arrangements verbinden, die fast ausnahmslos als fröhlich und poppig durchgehen („Ready to let go“).

Dabei haben sie beim Track „Night running“ sogar prominente Unterstützung von Beck Hansen bekommen, was auch als klarer Wink verstanden werden kann, in welche musikalische Richtung Cage The Elephant auf „Social Cues“ abgebogen sind. Vom kantigen Indie-Rock der frühen Tage ist nämlich über weite Strecken nicht mehr viel übriggeblieben. Dazu klingen die Songs zu sehr geschliffen („Dance dacne“) und trotz einiger lauterer Gitarren-Paarts („House of glass“) grundsätzlich zu poppig („The war is over“) und sogar überproduziert („What I’m becoming“). Doch Fans wird wohl auch dieser Sound finden.

Anspieltipps:

  • Tokyo smoke
  • House of glass
  • Black Madonna
  • Love’s the only way
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