Don Felder - American Rock 'N' Roll - Cover
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Don Felder American Rock 'N' Roll


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Der ehemalige Gitarrist der Eagles mit seinem dritten Solostreich.

Als Gitarrist der Eagles hat Don Felder Musikgeschichte geschrieben, als Co-Autor von „Hotel California“ mit Sicherheit ausgesorgt. Trotzdem ist er seit seinem zweiten Soloalbum „Road To Forever“ (2012), welches fast 30 Jahre nach seinem ersten Album „Airborne“ erschien, mehr oder weniger regelmäßig auf Tour unterwegs. Nun erscheint sein drittes Soloalbum „American Rock’n’Roll“, das mit Gästen wie Sammy Hagar, Slash, Richie Sambora samt Gattin Orianthi und Rush-Gitarrist Alex Lifeson oder Session-Cracks wie Jim Keltner, Steve Porcaro und David Paich, sowie vielen anderen aufwartet.

Der Titelsong, ein klassischer Rock’n’Roll-Kracher, seziert die amerikanische Geschichte der Rockmusik beziehungsweise wie Don Felder sie erlebt hat und erwähnt von Jimi Hendrix und CSN&Y über Grateful Dead und Janis Joplin bis hin zu Tommy Lee und Guns N‘ Roses fast jede Koryphäe des Genres. „Charmed“ ist ein cooler Rocksong mit Hammondteppich und knackigen Gitarrenriffs, der zeigt, dass Felder nicht in der Vergangenheit lebt und sehr wohl modern produzierte Rockmusik mit Reminiszenzen an die Vergangenheit, aber ohne Scheu vor modernen Einflüssen abliefern kann.

Dass dies auch mal nach hinten losgehen kann zeigt „Falling In Love“. Eigentlich eine mehr als passable Ballade, hört man hier viel zu deutlich, dass Felders Gesang nicht gerade wenig bearbeitet wurde. Besser machen es die Gute-Laune-Songs „Hearts On Fire“ und „Limelight“, ein schleppender, aber groovender Rocker. „Little Latin Lover“ klingt nach lateinamerikanischen Einflüssen, gerät aber zu poppig, während „Rock You“, wie zu erwarten, ordentlich losrockt. Auf die Titel der Songs kann man sich also verlassen.

Herzstück ist das eingängige und radiotaugliche „She Doesn’t Get It“, dass den Westcoastsound der Eagles perfekt in die heutige Zeit transportiert. Ausgefeilte Gesangsharmonien, mehrstimmige Gitarren, poppige Hooks, ohne zu seicht zu wirken, dazu ein bisschen Rock. Dem entgegen steht „You’re My World“, dem der Rock völlig entgeht und das deutlich zu seicht wirkt. Daraus ergibt sich das Fazit, dass Don Felder wieder Spaß an der Musik zu haben scheint. Der Gitarrist präsentiert ein modern produziertes Album mit einem Gemisch aus Rock und Pop, das allerdings nicht vollends überzeugen kann. Neben einigen belanglosen Stücken gibt es dennoch ein paar Songs zu hören, die Spaß machen und Fans der Eagles nicht enttäuschen werden.

Anspieltipps:

  • Charmed
  • Limelight
  • She Doesn’t Get It

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