Rob Thomas - Chip Tooth Smile - Cover
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Rob Thomas Chip Tooth Smile


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 40 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende

Die Leserwertung ist erst ab Datum der Veröffentlichung verfügbar.

Ein ehemals kreatives Schwergewicht liefert ein Album aus der Fliegengewichtsklasse ab.

Wer uns hier so frech seinen Hintern auf dem Cover seines neuen Albums zeigt, ist der Matchbox-Twenty-Sänger Rob Thomas (47), der fast vier Jahre nach „The Great Unknown“ (08/2015) sein viertes Soloalbum präsentiert. Das auf den Titel „Chip Tooth Smile“ getaufte Werk wurde von Butch Walker (Fall Out Boy, Weezer, Panic! At The Disco, Gavin DeGraw, Taylor Swift, Katy Perry, P!nk) produziert und soll, wenn möglich, an die Erfolge der vorherigen Alben anknüpfen, die jeweils die Top 10 der US-Billboard-Charts erreichten und Thomas‘ Status als Hit-Songschreiber unterstrichen.

Mit der ersten Singleauskopplung „One less day (dying young)“ ist der Plan allerdings (noch) nicht aufgegangen. Das Stück versauerte weltweit mit seiner schlagerartigen und erschreckend beliebigen Hookline im Niemandsland der Charts. Wie wir wissen, ist es für einen von Singlehits abhängigen Popstar meistens der Worst Case, wenn bereits die Lead-Single „verreckt“ – und für den geneigten Albumkonsumenten ein schlechtes bzw. richtungsweisendes Zeichen, ob des zu erwartenden Rests. Und so kommt es leider, wie es kommen musste: Rob Thomas kann auf „Chip Tooth Smile“ so gut wie nie sein Talent für großartiges Songwriting abrufen und verdaddelt sich mit Belanglosigkeiten.

Bild

„Chip Tooth Smile“ ist eine Ansammlung von einem Dutzend Pop-Dreiminüter, die zu keiner Zeit überzeugend und zwingend wirken. Die Songs quälen sich ins Ohr, sind aber im nächsten Moment schon wieder vergessen. Auf diese Weise reihen sich uninspirierte Stücke wie „We were beautiful“, „Tomorrow“, „Breathe out“ und „The worst in me“ aneinander, ohne irgendeine Wirkung zu erzielen. Nur selten schafft es Rob Thomas den Hörer zu fordern, etwa wenn er das krawallige „I love it“ anstimmt oder mit „The man to hold the water“ eine Country-Ballade zum Besten gibt.

Stattdessen muss sich der geneigte Konsument mit 08/15-Pop wie „Timeless“ oder auch „Funny“ auseinandersetzen, der gewiss nicht dem von Rob Thomas gewohntem Niveau entspricht. Entsprechend enttäuschend fällt das Urteil über ein Album aus, das Mühe hat, überhaupt auf eine Durchschnittsnote zu kommen. Denn dazu ist der angebotene Kaffee des Matchbox-Twenty-Sängers deutlich zu kalt serviert worden.

Anspieltipps:

  • I love it
  • It’s only love
  • The worst in me
  • Can’t help me now
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