Nine Shrines - Retribution Therapy - Cover
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Nine Shrines Retribution Therapy


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Derbe Screams in der Strophe, eingängige Melodien im Refrain. So lässt sich „Retribution Therapy“ zusammenfassen.

Von einer Supergroup des Metalcores zu sprechen mag vielleicht etwas sehr hoch gegriffen sein, allerdings sind die Mitglieder von Nine Shrines keine gänzlich unbekannten. Prominentestes Mitglied ist Attack Attack!-Drummer Andrew Wetzel, zu ihm gesellen sich Bassist Devon Voisine und Leadgitarrist Andrew Baylis (beide von Life On Repeat), Gitarrist Even McKeever (Downplay), sowie Sänger Chris Parketny (vormals Strangers To Wolves). Gegründet 2014 nahm sich das Quintett reichlich Zeit für ihr Debütalbum „Retribution Therapy“, das von Dan Korneff (u.a. My Chemical Romance, Papa Roach) produziert wurde und der 2017 veröffentlichten EP „Misery“ folgt. Auf Spotify und Social-Media-Plattformen läuft es ganz gut für die Band und auch Tourneen mit Genrekollegen wie Hinder und Nonpoint oder Auftritte mit Volbeat, Halestorm oder Shinedown hinterließen Eindruck.

Im Windschatten solcher Bands lässt sich dann auch die Musik von Nine Shrines verorten. Der Opener „Nimrod“ ist eine Mixtur aus Seether, Shinedown und All That Remains. Im Prinzip radiokompatible Rockmusik, die in den Nullerjahren ordentlich was gerissen hätte, angereichert mit ein paar Screams. Im Titelsong kommt noch eine Prise frühe Disturbed dazu, der thrashige Instrumentalteil könnte sogar etwas für Metallica-Freunde sein. Songs wie „Ringworm“ oder „Conjure“ vermischen Strophen, die mit einer zwischen Flüsterton und Schrei pendelnden Stimme hart erscheinen (sollen), und ultraeingängigen Refrains, während „Happy Happy“ oder „Pretty Little Psycho“ melodiös und emotional im Fahrwasser von Bands wie Papa Roach segeln und es deutlich besser macht als diese auf ihrem letzten Album.

„Dead“ ist etwas härter, was auch am ausgeprägteren Solo- bzw. Instrumentalteil liegt, „Sick Like Me“ kommt zwar mit demselben Drumgewitter wie der Rest des Albums daher, groovt aber im Stil von Godsmack, während in „Counterfeit“ nochmals gerumpelt und geschrien wird, bevor der eingängige Refrain auch die popaffinen Hörer glücklich werden lässt. Wer auf Bands wie Papa Roach, Shinedown oder auch Disturbed steht wird mit „Retribution Therapy“ nicht viel falsch machen. Die Songs wandeln auf Pfaden zwischen Heavy, Pseudo-Heavy und dem erlösenden Weg des eingängigen Refrains. Schlecht gemacht ist das alles nicht, weltbewegend allerdings auch nicht.

Anspieltipps:

  • Retribution Therapy
  • Dead
  • Pretty Little Psycho

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