Emma Bunton - My Happy Place - Cover
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Emma Bunton My Happy Place


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 34 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Das ehemalige Spice Girl legt nach ellenlanger Pause ihr viertes Soloalbum mit überwiegend Coverversionen vor.

Emma „Baby Spice“ Bunton (43) brachte vor mehr als 12 Jahren mit „Life In Mono“ (12/2006) ihr letztes Soloalbum auf den Markt und war mit ihrer Karriere als Solokünstlerin eigentlich durch. Aber dann hat die Londonerin doch noch einmal das Fieber gepackt, wobei Emma Bunton nach 85 Millionen verkauften Tonträgern mit den Spice Girls völlig ohne Druck und ausschließlich aus Spaß an der Freude ins Studio gegangen ist: „Je älter man wird, desto bewusster lebt man; die Prioritäten verändern sich. Heute ist meine Familie das Wichtigste in meinem Leben. Dieses Album ist für mich das Sahnehäubchen auf der Torte – ich bin glücklich, dass ich immer noch Songs schreiben, aufnehmen und live singen darf. Das ist für mich wie Magie“.

Das Ergebnis dieser Sessions liegt nun mit dem Album „My Happy Place“ vor, das auf den ersten Blick wenig aufregend mit acht Coverversionen und lediglich zwei eigenen Songs („Baby please don't stop“ und „Too many teardrops“) bei noch nicht einmal 35 Minuten Spielzeit daherkommt. Es wurde von Brian „Metrophonic“ Rawling (Cher, Lara Fabian, Lionel Richie, David Bowie, Ronan Keating, Rod Stewart, The Corrs) produziert und in einem Zeitraum von zwei Jahren aufgenommen.

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Dass Alben mit Coverversionen in aller Regel kaum einen nennenswerten künstlerischen Nährwert besitzen, ist leider Normalität und trifft auch auf „My Happy Place“ zu. Zwar ist der Auftakt mit dem Song-Trio „Baby please don't stop“, „I wish I could have loved you more“ und „Too many teardrops“ noch recht interessant, da Emma Bunton hier auf beschwingte Rhythmen mit Sixties-Flair setzt, die ein Konzept erahnen lassen, das aber nicht durchgehalten wird. Damit landet „My Happy Place“ Stück für Stück in einem mäßigen Pop-Einerlei, das nicht der Rede wert ist.

Am auffälligsten sind die insgesamt vier Duette, von denen auf dem Papier natürlich das mit Robbie Williams heraussticht, der zusammen mit Emma Bunton den Spice-Girls-Klassiker „2 become 1“ neu eingesungen hat. An den Charme des Originals kommen zwar auch die beiden nicht heran, aber für ein bisschen Aufmerksamkeit wird diese Zusammenarbeit wohl sorgen. Ansonsten besteht nämlich die Gefahr, dass „My Happy Place“ aufgrund totaler Harmlosigkeit komplett untergeht.

Anspieltipps:

  • 2 become 1
  • Come away with me
  • Too many teardrops
  • Here comes the sun
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