Pet Shop Boys - Agenda EP - Cover
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Pet Shop Boys Agenda EP


  • Label: X2 Recordings/Rough Trade
  • Laufzeit: 13 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
8.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die „Agenda“-EP ist die Vorspeise zum kommenden Studioalbum. Stilistisch sollen beide Produktionen aber nichts miteinander zu tun haben.

Die am 8. Februar dieses Jahres von den Pet Shop Boys veröffentlichte Digital-EP namens „Agenda“ erscheint zum Record Store Day noch einmal als 12 Inch Vinyl-Maxi-Single. Grund genug, sich die vier Stücke dann doch im Detail vorzunehmen. Schließlich hat der Hörer nun auch etwas, was er in die Hand nehmen und ins Regal stellen kann. Versuch das mal mit einem Stream oder Download. Du wirst es nicht schaffen!

Die auf „Agenda“ vertretenen Songs werden später nicht auf dem kommenden Longplayer zu finden sein, der aktuell zusammen mit Produzent Stuart Price (Kylie Minogue, Zoot Woman, Madonna, New Order, The Killers) entsteht und im Herbst erscheinen soll. Erste Aufnahmen haben bereits in Berlin und Los Angeles stattgefunden. „Agenda“ wurde dagegen von Tim Powell (Girls Aloud, Gabriella Cilmi, Little Mix, Alesha Dixon) produziert und enthält laut Neil Tennant „drei satirische und einen traurigen Song“. Als da wären:

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„Give stupidity a chance“ schunkelt im angenehmen Midtempo knapp drei Minuten zu schimmernden Synthie-Wölkchen und schießt inhaltlich gegen Politiker wie Donald Trump und Michael Gove. Die können das bestimmt vertragen. „On social media“ ist dagegen deutlich flotter unterwegs. Die Beats sind fordernder, die Keyboards perlen vertraut aus den Lautsprechern und auch der Refrain kann durchaus was. E scheint fast so, als hätte der gute Chris Lowe das Stück irgendwo in einer Schublade mit liegengebliebenen Tracks aus den 90er Jahren wiedergefunden.

„What are we going to do about the rich?“ schläft in eine ähnliche Kerbe. Das Stück springt den Hörer auf Anhieb an und peitscht diesem eine bittersüße Hookline ins Gesicht, bevor die abschließende Ballade „The forgotten child“ den traurigen Part der EP bedient. Zwar sorgen auch hier Synthies und Keyboards für helle Töne, die aber im Kontrast zum melancholischen Gesang Neil Tennants stehen. Alles in allem ergibt dies eine solide bis gute Vorspeise auf das kommende Studioalbum, das stilistisch gerne in eine vergleichbare Richtung gehen darf.

Anspieltipps:

  • The forgotten child
  • Give stupidity a chance
  • What are we going to do about the rich?
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