Howard Jones - Transform - Cover
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Howard Jones Transform


  • Label: Big Lake Music/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Transform“ ist nur deshalb ein Comeback, weil der Elektro-Pionier zu seinen musikalischen Wurzeln zurückgekehrt ist.

Der Brite Howard Jones (64) gehört zu den Wegbereitern des Synthie-/Electro-Pop. Er konnte allein in Großbritannien in den 80er Jahren zehn Top-40-Singles und zwei Top-3-Alben verbuchen, nämlich sein gefeiertes Debütwerk „Human’s Lib“ (03/1984) sowie den Nachfolger „Dream Into Action“ (03/1985), die beide im vergangenen Jahr als Luxus-Ausgaben neu auf den Markt gebracht wurden. An diese frühen Erfolge konnte der Songschreiber später zwar nie wieder nachhaltig anknüpfen, aber zwei Werke für die Ewigkeit sind ja auch nicht schlecht. Darüber hinaus ist der 64-Jährige nie müde geworden, regelmäßig neue Musik auf den Markt zu bringen, auch wenn diese Veröffentlichungen meistens unter dem Radar der breiten Öffentlichkeit blieben.

Nach gut zehn Jahren traut sich Howard Jones mit „Transform“ endlich mal wieder an ein reguläres Popalbum heran, so wie es sich seine Fans lange gewünscht hatten und die Hits wie „What is love?“, „New song“, „No one is to blame“ oder auch „Things can only get better“ in Erinnerung haben. Zuletzt befasste sich Howard Jones lieber mit Klassik- („Ordinary Heroes“, 2009) und Ambient-Projekten („Engage“, 2015), denen natürlich die potenzielle Massentauglichkeit von Popmusik fehlte. Dorthin möchte Jones nun also mit „Transform“ zurückkehren.

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„Transform“ wurde von Jones‘ langjährigem Weggefährten Robbie Bronnimann (Nicki Minaj, Midge Ure, Ultravox, Sugababes) produziert und stellt in der Tat unter Beweis, dass der Engländer immer noch weiß, wie man tanzbaren und eingängigen Electro-Pop auf die Kette bekommt. Dazu vermischt Howard Jones straighte Gesangsmelodien, fluffige Keyboards, verspielte Synthies und pumpende Beats zu zehn knackigen Tracks, die in ihrer ganzen Art tatsächlich auch aus den 80er Jahren stammen könnten.

Genau das dürfte es gewesen sein, wonach sich die Howard-Jones-Fans verzehrt haben. Keine neumodischen Experimente und überhöhtes Anspruchsdenken, sondern einfach nur Popmusik, die Erinnerungen wachruft, ohne dabei peinlich zu sein, aber durchaus auf einen kleinen Nostalgiebonus bauen darf. Auf diese Weise sind kleine Perlen wie „Hero in your eyes“ oder auch „At the speed of love“ entstanden, mit denen Howard Jones allen jungen Hüpfern zeigt, wie gefühlvoll und menschlich elektronische Musik klingen kann.

Anspieltipps:

  • Take us higher
  • Beating Mr. Neg
  • Hero in your eyes
  • At the speed of love
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