Erste Allgemeine Verunsicherung - 1000 Jahre EAV: Live - Der Abschied - Cover
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Erste Allgemeine Verunsicherung 1000 Jahre EAV: Live - Der Abschied


  • Label: Ariola/Sony Music
  • Laufzeit: 180 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
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1000 Jahre EAV sind vorbei und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Wir nehmen Abschied von den Österreichern und sagen danke.

1000 Jahre Bandgeschichte sind fürwahr eine verdammt lange Zeit. Kein Wunder, dass der Abschied am Ende einer so langen Reise schwerfällt und genau geplant sein muss. So hat die Erste Allgemeine Verunsicherung im Vorfeld des „Alles ist erlaubt“-Albums (09/2018) angekündigt, dass es sich um ihren letzten Studio-Longplayer handeln würde. Darüber hinaus wurde in diesem Jahr eine ausgedehnte Abschiedstournee absolviert, die den bisher weit über 1600 Konzert-Auftritten in den vergangenen 42 Jahren nochmals 93 hinzufügten. Auf diese Weise trägt sich eine Band selbst zu Grabe, die seit 1977 über zehn Millionen Tonträger verkauft hat, ohne sich zu verbiegen und dem Markt anzupassen.

Mit ihren ebenso lustigen wie sozialkritischen Liedern wie „Küss die Hand, schöne Frau“, „Sandlerkönig Eberhard“ „Ba-Ba-Banküberfall“, „s‘ Muaterl“, „Samurai“, „Burli“ oder auch „An der Copacabana“ eckte die EAV gerne und häufig an und steht damit auch politisch für eine klare Meinung. Das hat die EAV von jeher von albernen Flachwitzlieferanten unterschieden und für ein treuergebenes Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum gesorgt, das am 14. September 2019 in Form von 12.000 Besuchern beim finalen Abschiedskonzert in der Wiener Stadthalle scheinbar endgültig Lebewohl sagen durfte.

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Thomas Spitzer (66), Klaus Eberhartinger (69) und Co. spielten sich an diesem Abend im September fast drei Stunden lang durch vier Jahrzehnte EAV-Geschichte und zauberten mehr als 30 Hits und Klassiker aus dem Hut, die mit kleinen Anekdoten und herrlich spitzzüngigen Kommentaren zum aktuellen Politikgeschehen anmoderiert werden. Dabei fällt auf, dass einige Stücke im Laufe der Jahre ein paar Metamorphosen in Bezug auf die Arrangements erlebt haben und dadurch niemals ausgelutscht klingen. Der Zahn der Zeit nagt jedenfalls nicht an der EAV und ihren Songs.

Fazit: Der Erste Allgemeine Verunsicherung hat in mehr als 40 Karrierejahren einen Stil geprägt, der einzigartig ist. Im Spannungsfeld aus Klamauk, Sozialkritik und Wiener Schmäh entstanden massenhaft Hits für die Ewigkeit, von denen die wichtigsten auf dem vorliegenden Dreifachalbum zusammengefasst wurden. So lässt sich prima Abschied feiern – mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Anspieltipps:

  • Burli
  • Samurai
  • Der Tod
  • Die Zeit
  • Märchenprinz
  • Geld oder Leben
  • Sandlerkönig Eberhard
  • Heiße Nächte in Palermo
  • Credit Header-Bild: Sony Music

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