Cokie The Clown - You´re Welcome - Cover
Große Ansicht

Cokie The Clown You´re Welcome


  • Label: Fat Wreck/EDEL
  • Laufzeit: 37 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Fat Mike liefert auf seinem Solodebüt eine schonungslos offene Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben ab.

Michael „Fat Mike“ Burkett (52) kennen wir seit über 30 Jahren als Sänger und Bassisten der kalifornischen Punkrockband NoFX, die seitdem 13 Studio- und drei Live-Alben auf den Markt gebracht hat. Doch nun begibt sich der Punk-Veteran auf neues Terrain, indem er sein erstes Soloalbum veröffentlicht. Unter seinem Alter Ego Cokie The Clown hat er sich dazu mit dem französischen Multiinstrumentalisten BAZ (wer immer das auch sein mag…) sowie Travis Barker (Blink-182) an den Drums und Dizzy Reed (Guns N‘ Roses) an den Keyboards zusammengetan.

In fast ein Jahr andauernden Aufnahmesessions entstand so mit „You’re Welcome“ ein alles andere als fröhliches Werk, das von Musiker, Remixer und Produzent Danny Lohner (u.a. Nine Inch Nails, A Perfect Circle, Black Light Burns, Killing Joke, Rob Zombie) im Studio betreut wurde. Dem Punkrock ist Fat Mike dabei treugeblieben. Aber anders als sonst, lässt der 52-Jährige auf „You’re Welcome“ inhaltlich die Hosen runter. Das Werk soll kein Spaß-Punk-Album im Stil seiner Stammformation NoFX sein, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit seinem Leben, die sich in Songs wie „That time I killed my mom“, „Punk rock saved my life“ oder auch „Pre arraigned marriage“ widerspiegelt. Wir sind gespannt.

Bild

Nach einem todtraurigen Intro („Bathtub“), das absolut nichts für depressiv veranlagte Menschen ist, nimmt Fat Mike nur ganz langsam Tempo auf („Fair leather friends“), braucht aber insgesamt vier Songs, bis er in „Swing and a miss“ mal ein kleinwenig lauter wird, allerdings nicht in gewohnter Punkrock-Form. Diese findet auf „You’re Welcome“ auch nicht statt. Stattdessen verlässt sich Fat Mike vornehmlich auf akustische Instrumente wie Violine und Piano, um seine dramatischen Geschichten zu vertonen.

Auf diese Weise ist Fat Mike ein unerwartet eindringliches und persönliches Album gelungen, das NoFX-Fans so nicht erwartet haben dürften. Diese werden nur einmal, nämlich bei Rausschmeißer „Punk rock saved my life“ in den gewohnten NoFX-Modus versetzt, wenn dem 52-Jährigen einmal kurz die Gäule durchgehen. Doch das ist nur ein kurzer Abschnitt in einer autobiografischen, 37 Minuten langen Mini-Rockoper, die ein wirklich außergewöhnliches Werk darstellt.

Anspieltipps:

  • Fuck you all
  • Negative reel
  • Swing and a miss
  • Punk rock saved my life
  • That time I killed my mom
Neue Kritiken im Genre „Rock“
5.5/10

The Versace Experience (Prelude 2 Gold)
  • 2019    
3.5/10

Gartenzwerge Unter Die Erde
  • 2019    
Diskutiere über „Cokie The Clown“
comments powered by Disqus