I Prevail - Trauma - Cover
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I Prevail Trauma


  • Label: Spinefarm/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der US-Nachwuchs aus der Post-Hardcore-Ecke entdeckt Linkin Park und Bring Me The Horizon für sich.

Die Band I Prevail aus Rochester Hills, Michigan, ist ein neuer Stern am Rock- und Post-Hardcore-Firmament. Sie wurde Ende 2013 gegründet und veröffentlichte zwei Jahre später ihre erste EP „Heart Vs. Mind“ (07/2015). Im Oktober 2016 folgte der Debüt-Longplayer „Lifelines“, der inzwischen bei mehr als 500.000 verkauften Einheiten liegt. Damit befinden sich I Prevail nicht nur viral, sondern auch kommerziell auf der Landkarte der härteren Rockmusik, auf der I Prevail nun den nächsten Eintrag vornehmen.

Nach überstandener Stimmband-Erkrankung von Sänger Brian Burkheiser, die auch das Ende der Band hätte bedeuten können, melden sich I Prevail nach einer leichten Personalrochade im Line-up Brian Burkheiser (Gesang), Eric Vanlerberghe (Gesang), Steve Menoian (Gitarre), Dylan Bowman (Gitarre) und Gabe Halguera (Drums) mit dem von Musikerkollege Tyler Smith (Falling In Reverse) produzierten „Trauma“-Album zurück auf der Bildfläche. Darauf haben I Prevail weiter an ihrem persönlichen Stil gearbeitet und einen ebenso modernen wie zugänglichen Song-Reigen geschnürt, der zwar ganz allgemein durch sehr düstere, fast schon depressive Texte auffällt („Breaking down“), musikalisch aber durchaus mit dem Mainstream flirtet.

Zwar gibt es immer wieder Genre-typisches, impulsives Geballer auf die Ohren („Bow down“, „Gasoline“, „Deadweight“), das allerdings durch sehr melodische Passagen („Paranoid“, „Low“), reinrassige Balladen („Let me be sad“, „I don’t belong here“), Rap-Parts („DOA“, „Goodbye“) und immer wiederkehrende sanfte Passagen, wie der weibliche Gesang von Delaney Jane im Song „Every time you leave“, aufgelockert wird. Das macht „Trauma“ unterm Strich zu einem interessanten Genre-Vertreter, mit Einflüssen von Linkin Park oder auch Bring Me The Horizon, was auf den einen oder anderen Fan ebenso anziehend wie abstoßend wirken wird.

Anspieltipps:

  • Low
  • Paranoid
  • Hurricane
  • Deadweight
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Live II
  • 2015    
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