P!nk - Hurts 2B Human - Cover
Große Ansicht

P!nk Hurts 2B Human


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
4.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf „Hurts 2B Human“ präsentiert P!nk eine Art VW Golf in Sachen Musikproduktion. Verlässlich und langweilig.

Diesmal hat sich Alecia „P!nk“ Moore (39) deutlich weniger Zeit für ihre neues Album namens „Hurts 2B Human“ gelassen, das nur 18 Monate nach dem eher durchschnittlichen „Beautiful Trauma“-Werk (10/2017) auf den Markt kommt. Es ist P!nks achtes Studioalbum in ihrer fast 20-jährigen Karriere und mit Blick auf die Beteiligten wiederum eine gewohnte Auf-Nummer-Sicher-Produktion, da es bis auf wenige Ausnahmen mit den üblichen Verdächtigen der aktuellen Popszene geschrieben und eingespielt wurde.

So lesen wir im Booklet Namen wie Max Martin, Shellback, Greg Kurstin, Billy Mann, Steve Robson, Ryan Tedder, Steven Wrabel, Nate Ruess, Beck und Sia., die gemeinsam für Produktionen von (u.a.) Adam Lambert, Ellie Goulding, Ke$ha, Olly Murs, Josh Groban, Kelly Clarkson, Lily Allen, Paul McCartney, Lana Del Rey, Britney Spears, Leona Lewis, Usher, Maroon 5, Taylor Swift, Celine Dion, Ariana Grande, Katy Perry, Avril Lavigne, The Veronicas oder auch Christina Aguilera stehen – und wissen quasi sofort, wie das Album klingen wird.

Bild

Das garantiert auf der einen Seite einen massentauglichen Sound, der wohl niemandem wehtut dürfte, wenn ein Lied jener Künstler im Radio gespielt wird. Sprich: Eine Art VW Golf in Sachen Musikproduktion. Auf der anderen Seite könnte es aber auch sein, dass einem das 08/15-Gebräu aufgrund seines tausendfach gehörten Mainstream-Breis zum Halse raushängt und dazu führt, dass eine Leadsingle wie „Walk me home“ im Vergleich zu früher einfach nicht mehr so gut funktioniert und in gewissen Ländern gnadenlos untergeht. Wie auch, wenn (nicht nur gefühlt) lediglich ein Pflichtprogramm abgespult wird?

So wirft P!nk zwar immer wieder mit „Fucks“ um sich, hat ihre rebellische Art darüber hinaus aber fast völlig eingebüßt. Stattdessen wird ein total uninspiriertes Bündel aus Balladen („90 days“) und Standard-Pop abgeliefert („Can we pretend“). Das ist nicht nur bereits nach der halben Spieldauer langweilig, sondern auch komplett austauschbar und kann vor lauter Hochglanz kaum gehen. Lichtblicke wie „Happy“ oder auch „Love my anyway“ sind leider viel zu selten, um das Ödland auf „Hurts 2B Human“ auch nur ansatzweise zu retten. Deshalb steht am Ende der wohl schwächste Longplayer in der Karriere von P!nk zu Buche, die sich dringend überlegen sollte, ob sie wirklich auf diese Art weitermachen möchte.

Anspieltipps:

  • Courage
  • Love my anyway
  • We could have it all
  • (Hey why) miss you sometime
Neue Kritiken im Genre „Pop“
Diskutiere über „P!nk“
comments powered by Disqus