Interpol - A Fine Mess EP - Cover
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Interpol A Fine Mess EP


  • Label: Beggars/INDIGO
  • Laufzeit: 18 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
3.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Was nicht auf dem „Marauder“-Album landete, ist auf dieser EP zu finden.

Als Interpol von Dezember 2017 bis April 2018 zusammen mit Produzent Dave Fridmann (Baroness, The Flaming Lips, Weezer, Mogwai, Tame Impala) in New York an ihrem „Marauder“-Longplayer (08/2018) arbeiteten, sind noch ein paar Songs übriggeblieben, die nicht für das Album verwendet wurden, aber nach Meinung von Paul Banks (Gesang, Gitarre), Daniel Kessler (Gitarre) und Sam Fogarino (Drums) zu gut sind, um in der Mottenkiste zu verrotten. Also wird nun noch einmal nachgelegt und mit „A Fine Mess“ eine 5-Track-EP mit den Session-Überbleibseln nachgeschoben.

Wer nun gleich über einen Erwerb der EP nachdenkt, sollte allerdings wissen, dass das „Marauder“-Album zu den schwächsten in der mehr als 20-jährigen Karriere der Band zählt, auch wenn es weltweit die Top 10 der Albumcharts knackte und damit aus rein kommerzieller Sicht gut performte. Ein Maßstab ist dies nämlich nicht. Und so findet sich auch auf „A Fine Mess“ lediglich nervös polternder Wave-Rock ohne Strahlkraft und Erinnerungswert.

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Doch als wenn das noch nicht genug der Enttäuschung wäre, wird zu allem Überfluss auch noch versucht, die fehlende Seele in den Songs mit einer überladenden und zu glatt polierten Produktion zu kaschieren. Aber auch das geht – wie zu befürchten war – in die Hose und liefert weder einen Mehrwert noch eine Steigerung zu den bereits bekannten Session-Ergebnissen. Denn mal ehrlich: Durfte der Hörer wirklich erwarten, dass das Trio Songs zurückbehalten hat, die das Hauptwerk besser gemacht hätten? Wohl kaum!

Deshalb enttäuscht „A Fine Mess“ noch mehr als „Marauder“ mit – wenn überhaupt – maximal durchschnittlichen Stücken, von denen so gar nichts hängenbleibt, außer einem stattlichen Preis und viel Lärm um nichts.

Anspieltipps:

  • Fine mess
  • No big deal
  • The weekend
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