Editors - The Blanck Mass Sessions - Cover
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Editors The Blanck Mass Sessions


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die „Blanck Mass Sessions“ geben das letztjährige „Violence“-Album in seiner ursprünglichen Form wieder.

Der Beitrag der Birminghamer Band Editors zum diesjährigen Record Store Day am 13. April bestand aus einer Vinyl-Ausgabe der sogenannten „The Blanck Mass Sessions“. Darauf sind acht alternative Song-Versionen des letztjährigen „Violence“-Studioalbums (03/2018) zu hören, die der Band quasi keine Ruhe gelassen haben und aus diesem Grund doch noch zu verspäteten öffentlichen Ehren kommen.

Die ursprüngliche Produktion des sechsten Editors-Albums fand im Jahr 2017 zusammen mit Benjamin John Power alias Blanck Mass statt und wurde im Anschluss von Kollege Leo Abrahams (u.a. Natalie Imbruglia, Brett Anderson, Paolo Nutini, Regina Spektor, Wild Beasts) veredelt. Die Band war allerdings der Meinung, dass die damaligen Urversionen aus den „Blanck Mass Sessions“ auch eigenständig funktionieren – und schwupps hatten Tom Smith (Gesang, Gitarre), Justin Lockey (Gitarre), Russell Leetch (Bass) und Elliott Williams (Keyboards) eine limitierte Vinyl-Ausgabe beisammen, die nun auch digital und auf CD erscheint.

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Atmosphärisch bewegen sich die Songs der „Blanck Mass Sessions“ im gleichen Düster-Fahrwasser wie die überarbeiteten Versionen auf „Violence“. Lediglich der eh schon recht hohe elektronische Anteil des Albums steht noch deutlicher im Fokus, während der schimmernde Bombast ein wenig zurückgehalten wird. Will heißen: Grundsätzlich alles nicht so wild, aber eine interessante Evolutionsstufe im Entstehungsprozess der Tracks, wie auch Tom Smith konstatiert: „When we initially approached Ben to work with us on ‘Violence‘ we gave him free reign to do whatever he wanted. It seemed stupid to try and instill any boundaries or direction to him as he has such a singular, authored sound to everything he puts his hand to. So we left him to it“.

„The Blanck Mass Sessions“ ist ein netter Dienst am Fan, der selbst entscheiden kann, ob den zweiten Aufguss von „Violence“ käuflich erwerben möchte. Wer zum Beispiel schon immer Freude am Sammeln von Singles und den oftmals damit verbundenen Remix- und Alternativversionen der A-Seiten hatte, kann hier nichts falschmachen. Nur wer wirklich ein komplett brandneues Album der Editors erwartet hat, mag vielleicht enttäuscht über diese Zweitverwertung sein.

Anspieltipps:

  • Cold
  • Barricades
  • Nothingness
  • Darkness at the door
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