Perry Farrell - Kind Heaven - Cover
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Perry Farrell Kind Heaven


  • Label: BMG Rights Management
  • Laufzeit: 31 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Perry Farrell schafft es als Solo-Act fast schon traditionell nicht, die Erwartungen zu erfüllen.

Eine gefühlte Ewigkeit haben wir nichts Neues von Perry Farrell (60) gehört, der Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre den Alternative Rock mit seiner Band Jane´s Addiction entscheidend mitprägte. Dazu genügten mit „Nothing’s Shocking“ (08/1988) und „Ritual De Lo Habitual“ (08/1990) genau zwei Alben. Danach tauchten Jane´s Addiction für lange Zeit ab und die Bandmitglieder verdingten sich anderweitig. Eine besonders üppige Ausbeute kam dabei bis heute nicht zustande. Doch nun meldet sich Perry Farrell mit neuem Material und dem Album „Kind Heaven“ zurück.

Zählt man den 2007er Longplayer von Satellite Party großzügiger Weise dazu, so ist „Kind Heaven“ die vierte Solo-Veröffentlichung des Jane´s-Addiction-Frontmanns und der erste Lieferant neuer Musik seit dem „The Great Escape Artist“-Album (10/2011) mit Jane´s Addiction. Dazu hat sich Perry Farrell Gastauftritte von Dhani Harrison, Tommy Lee (Mötley Crüe), Elliot Easton (The Cars), Taylor Hawkins (Foo Fighters), Matt Chamberlain (Soundgarden), Joachim Garraud (David Guetta), Chris Chaney (Jane´s Addiction), Mike Garson (David Bowie) sowie Peter Distefano (Porno For Pyros) gesichert und mit Tony Visconti (David Bowie, Iggy Pop, Manic Street Preachers, Marc Almond, Morrissey, The Good The Bad & The Queen) einen echten Star-Produzenten gewinnen können.

Eine halbe Stunde Musik ist auf diese Weise zusammengekommen, die sich als launische Mischung aus Sixtees-Pop („Red, white and blue cheerfulness“), Elektro meets Funk-Metal („Pirate punk politician“) bzw. Industrial-Rock („Where have you been all my life“) sowie Alternative- („One“) und Orchester-unterstützter Art-Rock („More than I could bear“, „Let’s all pray for this world“) herausstellt. Das ließt sich nach großem Kino, ist allerdings nur eine Light-Version von dem, was möglich gewesen wäre und was von einem Enfant Terrible wie Perry Farrell schlicht und ergreifend erwartet wird.

Damit bleibt sich Perry Farrell auch auf diesem Output treu, indem er seine Relevanz der 90er Jahre und sein künstlerisches Talent nicht zur vollen Entfaltung bringt. Er unterhält mit „Kind Heaven“ kurz und schmerzlos, aber ohne einen nachhaltigen Effekt zu erzielen.

Anspieltipps:

  • One
  • Pirate punk politician
  • Let’s all pray for this world
  • Where have you been all my life
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