Kenny Wayne Shepherd - The Traveler - Cover
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Kenny Wayne Shepherd The Traveler


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Traveler“ ist ein Album, das verstärkt im Midtempo verankert ist. Trotzdem ist es gelungen.

Fünf Jahre ist Stevie Ray Vaughan tot, da erobert ein gerademal 17-jähriger Gitarrist die Herzen der Bluesfreunde Amerikas. Kenny Wayne Shepherd Debütalbum „Ledbetter Heights“ ist mittlerweile 24 Jahre alt und der Gitarrist aus Louisiana fast 42. Zwei Jahre nach seinem letzten Album „Lay It On Down legt der Amerikaner mit „The Traveler“ sein neuntes Studioalbum vor. Seit dem zweiten Album an seiner Seite ist Sänger Noah Hunt, des Weiteren Bassist Kevin McCormick und SRV-Drummer Chris Layton zur Band, produziert hat der Gitarrist selbst.

Das Midtempo regiert auf „The Traveler“, das macht schon der Opener „Woman Like You“ klar. Classic Rock mit bluesiger Schlagseite und Noah Hunts gefühlsbetontem Gesang. „Long Time Running“ macht ähnlich weiter, verbindet aber geschickt ein schleppendes Riff mit einem etwas flotteren, treibenden Chorus. Dazu gibt es eine einprägsame Leadgitarre und ein feuriges Gitarrensolo, das nicht zu sehr auf Tempo setzt. „I Want You“ ist dann der erste Song bei dem Shepherd selbst hinters Mikro tritt und ja, man merkt, dass seine Stimme gereift ist. Trotzdem ist er, wie er selbst mit einem Augenzwinkern anmerkt, noch lange kein Muddy Waters und auch mit Hunt kann er nicht wirklich mithalten. Um eine andere Klangfarbe reinzubringen ist seine Stimme aber mehr als geeignet. Schade nur, dass der Song mehr als durchschnittlich ist.

Auch das poppige mit latentem Southern-Einschlag versehene „Gravity“ singt der Bandchef selbst, aber erst „We All Alright“, als Duett angelegt, will mit groovigem Blues und erneut erhabener Leadgitarre überzeugen. Auch die reinrassige Southern-Rock-Ballade „Take It On Home“, erneut mit Shepherd am Gesang, und die rockige Interpretation des Buffalo Springfield/Neil Young-Klassikers „Mr. Soul“ gelingen, „Turn To Stone“ im Original von EaglesGitarrist Joe Walsh überzeugt ebenso. So gelingt es Kenny Wayne Shepherd und Band dann doch mit „The Traveler“ ein gutes Album vorzulegen. Ein kleiner Durchhänger in der Mitte des Albums und das Fehlen einer wirklich flotteren Nummer sind die einzigen Negativpunkte.

Anspieltipps:

  • Long Time Running
  • We All Alright
  • Take It On Home
  • Turn To Stone

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