Hollis Brown - Ozone Park - Cover
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Hollis Brown Ozone Park


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Hollis Brown liefern mit „Ozone Park“ einen Streifzug durch die amerikanische Musikgeschichte. Und das größtenteils ohne retrospektiv oder aufgesetzt zu wirken.

Benannt nach dem Bob-Dylan-Song „The Ballad Of Hollis Brown“ ist die New Yorker Band seit rund zehn Jahren aktiv. Neben etlichen Tourneen mit den Counting Crows oder The Zombies wird die Musik von Hollis Brown auch des Öfteren in verschiedenen Medien verwendet. Ihre Songs finden sich in Serien wie „Shameless“, Filmen wie „Bad Country“ oder einer Werbekampagne von Abercrombie & Fitch. Nach einigen Studioalben und EP’s erscheint nun mit „Ozone Park“, ein Stadtviertel ihrer Heimat Queens, das neue Album der Band. Produziert wurde das Album von Adam Landry in Florida.

Mit der flotten Soulnummer „Blood From A Stone“ wird das Album eröffnet. Mit den poppigen Anleihen klingt dieser Songs erneut prädestiniert für eine Verwendung in Film, Fernsehen oder sonstigen Medien. „Stubborn Man“ geht in eine ähnliche Richtung, gerät aber nicht so energisch wie der Opener. „She Don’t Love Me Now“ fischt im Alternative Country und hat trotz knarzigem Sound genügend Leichtigkeit. An die War On Drugs erinnert der eindringliche Indie-Rock-Song „Do Me Right“, der einen Höhepunkt auf „Ozone Park“ darstellt. Eine ganz ähnliche Richtung in puncto Sound und Arrangement verfolgen auch „The Way She Does It“ oder „Someday Soon“. „Forever In Me“ verbindet dies mit latenten Einflüssen der Waterboys.

Rockig wird es dann in „Bad Mistakes“, das an eine Mischung aus den Rival Sons und den Black Keys erinnert. Mit einem solchen Sound muss sich die Band allerdings gefallen lassen in die Retro-Schublade gesteckt zu werden. Auf dem Rest des Albums können Sänger Mike Montali, Gitarrist Jonathan Bonilla sowie Keyboarder Adam Bock und Drummer Andrew Zehnal mit ihrem Gemisch aus verschiedensten Stilen der amerikanischen Musikgeschichte jeglichen zu extremen Reminiszenzen entgehen, indem sie geschickt die Vergangenheit in die Gegenwart transportieren. Gutes Beispiel hierfür der funkige Rausschmeißer „Go For It“, der Elemente des Funk mit, psychedelischen Anleihen genauso verbindet, wie mit Alternative Rock.

So gerät „Ozone Park“ zu einem ziemlich ausgeglichenen und abwechslungsreichen Album, das klar macht, dass mit Hollis Brown auch in Zukunft noch zu rechnen sein wird. Die wie selbstverständlich wirkende Mischung aus Soul, Rock, Pop oder Country wirkt zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt, sondern authentisch und bestimmt.

Anspieltipps:

  • She Don’t Love Me Now
  • Do Me Right
  • Go For It

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