Kompromat - Traum Und Existenz - Cover
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Kompromat Traum Und Existenz


  • Label: Clivage Music
  • Laufzeit: 43 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Kompromat liefert ein One-Trick-Pony ab, das neben viel Glanz nur wenig Gloria zu bieten hat.

Wummernde Beats, vielschichtige Spielereien und deutsche Fragmentpoesie mit viel Akzent sind doch cool, oder? Das schien der Leitgedanke von „Traum Und Existenz“ zu sein, als Vitalic und Julia Lanoe sich entschieden haben, ein gemeinsames Album zu erstellen. Das Ergebnis ist druckvolle Gehaltlosigkeit, die allenfalls kurzzeitig unterhält. Stil statt Substanz ist die Devise eines Albums, das vor lauter Lust am Zurschaustellen vergisst, etwas zu präsentieren, das die Schaulustigen überhaupt bewegt.

Das Traurige ist, das sich zu „Traum Und Existenz“ wenig sagen lässt. Die Musik weiß zwar eine gewisse Grundspannung aufrecht zu erhalten, doch das Ergebnis ist nicht druckvoll genug für die Tanz-Trance und nicht melodisch genug, um Zuhörer zu umgarnen. Grundideen werden bis zur Ermüdung wiederholt, sodass selbst erkennbares Potenzial in „Auf Immer Und Ewig“ in den Boden gestampft wird.

„Traum Und Existenz“ ist ein Album, das so tut, als würden die Tanzszenen aus Babylon Berlin reichen, um die Serie interessant zu gestalten. Den ewig gleich klingenden Zeilen unter dem austauschbaren Elektromantel fehlt jedoch jeglicher Kontext, um zu begeistern. Das Album schimmert in einer Weise, die unangenehm blendet, aber keinerlei Muster erkennen lässt. Das gut gemachte, aber wirr umgesetzte Musik-Handwerk im Hintergrund hilft auch nicht, wenn am Ende wie in „Herztod“ buchstäblich viel Lärm um nichts gemacht wird.

Anspieltipps:

  • Posession
  • Auf Immer Und Ewig
  • Einfach Da Sein

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