Alvaro Soler - Mar De Colores: Version Extendida - Cover
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Alvaro Soler Mar De Colores: Version Extendida


  • Label: Airforce1/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Erweiterter Aufguss des letztjährigen zweiten Albums des baskischen Sommerhit-Spezialisten.

Herr, bitte gib mir mein alljährliches Sommer-Sonne-Gute-Laune-Album! Am liebsten von einem der üblichen Verdächtigen in diesem Spezialgebiet. Das weiß man, was man hat. Tja, der Sommer lässt sich tatsächlich so langsam blicken, aber unser baskischer Freund Alvaro Soler hat ein Dreivierteljahr nach seinem „Mar De Colores“-Album noch nicht ausreichend neue Songs beisammen, dafür aber ein Engagement in der neuen Staffel von „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“, die am 7. Mai auf VOX startet.

Diesmal sind in Südafrika neben dem Gastgeber Michael Patrick Kelly und besagtem Alvaro Soler auch Johannes Oerding, Milow, Jeanette Biedermann, Wincent Weiss, Jennifer Haben (Sängerin der Casting-Metal-Band Beyond The Black) mit dabei. Und jeder der Teilnehmer wird irgendwie versuchen, im Laufe der Show oder unmittelbar danach ein neues Produkt am Start zu haben. Kollege Soler bringt dazu eine neue Edition seines „Mar De Colores“-Albums (09/2018) mit drei brandneuen Songs („Loca“, „Taro“ und „La Libertad“) heraus. Damit ist das Soll erfüllt und wir schalten um zur Tagesschau.

Die ursprüngliche Besprechung von „Mar De Colores“: Am Ende eines jeden Jahres, wenn auf den TV-Kanälen die Jahreszusammenfassungen und Rückblicke laufen, wird auch nach dem einen, fetten Sommerhit Ausschau gehalten, der Groß und Klein begeistern konnte und am Ballermann genauso funktionierte, wie in der Fußgängerzone von Oberammergau und im Freibad von Oer-Erkenschwick. In der Regel ganz vorne mit dabei sind Songs, die ein gewisses Fernweh in Sprache und Sound transportieren, zum tanzen anregen und in den Charts einen der Spitzenplätze erreichen konnten. Dabei fallen einem Namen wie Kate Yanai, Los Del Rio, Bellini, Loona, O-Zone, Luis Fonsi und El Profesor ein, die allesamt in den letzten 25 Jahren zur guten Urlaubslaune beitrugen.

Der spanische Sänger Alvaro Soler gehört ebenfalls zu den Kandidaten bei der Wahl zum Sommerhits des Jahres. Seit 2015 mischt der 27-jährige Baske mit Stücken wie „El Mismo Sol“ oder auch „Sofia“ um die Gunst des sonnenhungrigen Publikums mit und will auch in diesem Jahr – leicht verspätet – mit seinem zweiten Longplayer „Mar De Colores“ und der ausgekoppelten Single „La Cintura“ ganz oben in der Hitparade eine Rolle spielen. Dazu hat Soler erneut ein Bündel aus Latin-Pop, gefühlvollen Balladen, groovenden Tracks sowie Folk-, HipHop- und Weltmusik-Elementen geschnürt, das den Kennern des 2016er Albums „Eterno Agosto“ irgendwie bekannt vorkommen dürfte.

Denn wie schon der Vorgänger, bietet auch „Mar De Colores“ den zu erwartenden, leidlich harmlosen Sommer-Sonne-Gute-Laune-Pop, der durchaus seinen Charme hat, aber völlig ohne Tiefgang auskommt und auf Dauer trotz zusätzlicher Remix-Versionen und Duetten u.a. mit internationalen Stars wie Birdy und Flo Rida zum Langweiler wird. Damit passt das Album auf tragische Weise zum Temperatursturz in Deutschland, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auch den feurigsten Spanier zum bibbernden Eisfuß degradiert.

Anspieltipps:

  • Puebla
  • La Cintura
  • No Te Vayas
  • Te Quiero Lento
  • Yo Contigo, Tú Conmigo
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