Sad Planets - Akron, Ohio - Cover
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Sad Planets Akron, Ohio


  • Label: Tee Pee Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
8/10 Leserwertung Stimme ab!

Psychedelic Trash von (Ex-)Mitgliedern der Black Keys und Guided By Voices.

Mit dem Duo Sad Planets ist eine neue Band am Start, die sich aus John Petkovic (Gesang, Gitarre, Synthesizer) und Patrick Carney (Synthesizer, Orgel, Piano, Drums, Bass) zusammensetzt, die der geneigte Indie-Fan aus Bands wie Guided By Voices und The Black Keys kennt. Beide Musiker sind seit Jahren miteinander befreundet und stammen gebürtig aus der Stadt Akron im Bundesstaat Ohio. Nach dieser 200.000-Seelen-Gemeinde haben die Sad Planets ihr Debütalbum benannt, auf dem sie ihre Freundschaft und den Spirit ihrer Heimat feiern.

Die zehn Songs auf „Akron, Ohio“ wurden standesgemäß in Akron, aber auch in Studios in Pasadena und Cleveland aufgenommen, wobei an jedem Aufnahmeort mit einem anderen Produzten zusammengearbeitet wurde, sodass sich Jeff France, Michael Seifert und Michael Parnin die Credits teilen. Weitere Unterstützung erhielten die Sad Planets von den Musikerkollegen Steve Clements (Drums, Percussion) und Tucker Theodore Haendler (Gitarre). Am Ende tauchte sogar noch J Mascis (Dinosaur Jr., Sweet Apple) auf, da dieser zufällig während der Aufnahmen vorbeikam und spontan zur Gitarre griff. Er ist jetzt in seinem einzigartigen Stil in dem Song „Just landed“ zu hören.

Die Band beschreibt ihren Sound als „Psychedelic Trash“, was im Prinzip nichts weiter als eine Koketterie mit dem kratzbürstigen Indie-Sound der 90er Jahre darstellt. Will heißen: Wer früher etwas mit Guided By Voices, Pavement oder auch Dinosaur Jr. anfangen konnte, wird mit den Sad Planets auf angenehme Weise an gute, alte Zeiten erinnert. So werden süßliche Melodien wie in „Yesterday girls“ mit knackigen Drums und zerrenden Gitarren kombiniert. Dazu kommen immer wieder freakige Synthesizer-Klänge („City ghosts“) und herrlich schräge Gitarreneskapaden („Bad cells“).

Doch das Duo kann nicht nur „Krach“ machen. Stücke wie „Falling into the arms of a refugee“ oder auch „Long goodbye“ sind feiner akustischer Space-Pop und somit schöne Gegenstücke zum übrigen Schrammelsound, mit dem „Akron, Ohio“ sympathisch und solide über die Ziellinie tänzelt.

Anspieltipps:

  • Bad cells
  • Long goodbye
  • Yesterday girls
  • Want you to want you
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