The Raconteurs - Help Us Stranger - Cover
Große Ansicht

The Raconteurs Help Us Stranger


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach mehr als zehn Jahren Albumpause sind die Raconteurs um Jack White und Brendan Benson wieder zurück.

Die Band The Raconteurs wurde im Jahr 2005 von Jack White (Gesang, Gitarre), Brendan Benson (Gitarre, Gesang), Jack Lawrence (Bass) und Patrick Keeler (Schlagzeug) als Nebenprojekt zu ihren eigentlichen Aktivitäten als Musiker ins Leben gerufen. Sie lieferte mit den Alben „Broken Boy Soldiers“ (05/2006) und „Consolers Of The Lonely“ 03/2008) zwei ebenso gelobte wie kommerziell erfolgreiche Werke ab, die sich stilistisch an Blues- und Indie-Rock bedienen. Aufgrund der beiden Stars im Line-up der Raconteurs, sprich: Jack White und Brendan Benson, wurde die Band als eine Art Supergruppe vermarktet. Doch für die beteiligten Musiker waren The Raconteurs nie mehr als einen Seitenprojekt, das nach der Tour zum zweiten Album mehr oder weniger auf Eis gelegt wurde.

Seit den letzten Raconteurs-Betriebsamkeiten ist mal eben ein Jahrzehnt vergangen, in dem die Bandmitglieder alles andere als unbeschäftigt waren, sodass beim Publikum nicht zwingend das Verlangen nach einem Comeback vorhanden war. Nichtsdestotrotz ist Freude angebracht, da sich das Quartett nun wieder in einem aktiven Status befindet und mit „Help Us Stranger“ gleich ein Dutzend neue Songs vorlegt. Aufgenommen wurde diese im Third Man Studio in Nashville unter Beteiligung von Gästen wie Dean Fertita, Lillie Mae und Scarlett Rische sowie Joshua V. Smith (Neil Young, Beck, The Whigs, The Dead Weather) als Co-Produzent.

Bild

Überall dort, wo Jack White musikalisch beteiligt ist, drückt er seinen ganz persönlichen Stempel auf. Das ist bei seinen Soloalben genauso wie bei den White Stripes, The Dead Weather oder eben The Raconteurs. Sein flirrend-rauer, Blues-getränkter Sound ist zu einem Markenzeichen geworden, der sich trotz zahlreicher Nachahmer immer sofort identifizieren lässt. Paradebeispiel dafür sind heuer Stücke wie „Don’t bother me“, „Sunday driver“ oder auch „Somedays (I don‘t feel like trying)“, die sich auf Anhieb ins Ohr bohren.

Aber auch eher balladesk gehaltene Stücke wie „Now that you’re gone“, leicht psychedelisches Material wie „What’s yours is mine“ oder die Donovan-Coverversion „Hey gyp (dig the slowness)“ tragen die typische Jack-White-DNA in sich, die einfach Hörspaß garantiert. Auf diese Weise servieren die Raconteurs ein gut gewürztes Indie-Bluesrock-Menü, das genau auf der Mittellinie zwischen Mainstream-Eingängigkeit und kratzbürstiger Indie-Nonchalance wandelt.

Anspieltipps:

  • Sunday driver
  • Don’t bother me
  • Now that you’re gone
  • Hey gyp (dig the slowness)
  • Somedays (I don‘t feel like trying)
Neue Kritiken im Genre „Rock“
5.5/10

The Versace Experience (Prelude 2 Gold)
  • 2019    
3.5/10

Gartenzwerge Unter Die Erde
  • 2019    
Diskutiere über „The Raconteurs“
comments powered by Disqus