Madeline Juno - Was Bleibt - Cover
Große Ansicht

Madeline Juno Was Bleibt


  • Label: Embassy Of Music/WEA
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Das bereits vierte Album der erst 24-jährigen Sängerin und Songschreiberin.

Vor fünf Jahren erschien mit „The Unknown“ (03/2014) der Debüt-Longplayer der damals 18-jährigen Madeline Juno (bürgerlicher Name: Obrigewitsch), der die Top 30 der deutschen Album-Charts erreichte und mit „Error“ einen kleinen, durch den Kinofilm „Fack ju Göhte“ gepuschten Singlehit abwarf. Der Nachfolger „Salvation“ (02/2016) war ähnlich erfolgreich, deutete aber bereits einen stilistischen Wechsel an, der mit dem „DNA“-Album (09/2017) endgültig vollzogen wurde: Madeline Juno schloss sich dem Boom deutschsprachiger Popmusik an und wechselte von englischen zu deutschen Texten.

An diese Kehrtwende knüpft „Was bleibt“ mit einem Dutzend neuer Tracks nahtlos an. Dabei steht Madeline Junos latent bedeutungsschwangere Stimme („Geliehen“) und die markanten Betonungen („New York“) im Zentrum von modernen, radiotauglichen Popsongs wie „Borderline“, „Grund genug“ oder auch „Vor dir“, die in eine zeitgemäße Produktion eingebunden wurden. Das Gesamtergebnis ist zwar nie spektakulär, wie zum Beispiel ein Taylor-Swift-Album, dafür aber grundsolide und gut zwischen reiner Popmusik und Singer/Songwriter-Attitüde ausgependelt.

Bild

Zwar führt der akustisch gehaltene Opener „Zu zweit allein“ den Hörer zuerst auf eine falsche Folk-Pop-Fährte, die aber gleich im Anschluss mit „Grund genug“ aufgelöst wird, indem sich dezente Beats in den Vordergrund schieben, die sich im Verlauf des Albums als zentrales Element herausstellen sollen und auch in Balladen wir „Gib doch nach“ vorkommen. Getanzt werden kann dagegen zu Songs wie „Automatisch“ oder auch „Vor dir“ und das Feuerzeug geschwenkt werden zu „New York“.

Viel mehr benötigt ein unbeschwertes Popalbum nicht, um zu funktionieren. Es sei denn, irgendjemand kommt auf die Idee, bei diesem angenehm unaufgeregten Werk auf die Suche nach dem absoluten Tiefgang zu gehen. Das wäre unfair und eindeutig zu viel der Kritik.

Anspieltipps:

  • New York
  • Borderline
  • Grund genug
  • Zu zweit allein
Neue Kritiken im Genre „Pop“
5/10

Cause And Effect
  • 2019    
Diskutiere über „Madeline Juno“
comments powered by Disqus