Peter Perrett - Humanworld  - Cover
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Peter Perrett Humanworld


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Peter Perrett lässt den The-Only-Ones-Stil nicht aussterben, auch wenn die Formel im neuen Anlauf Alterserscheinungen zeigt.

Dass Peter Perrett immer noch den Sound von vor 40 Jahren reanimieren kann, ist seit „How The West Was Won“ wieder allseits bekannt. Während das Solo-Debüt nach all der Zeit durchaus eine Überraschung war, klingt „Humanworld“ mehr wie eine entspannte Fingerübung, die sich auf einer Erfolgsformel auszuruhen beginnt. Mit ein, zwei mitreißenden Titeln, lockt Perrett Hörer vielleicht noch aus dem kühlenden Schatten hervor, aber insgesamt klingt „Humanworld“ zu entspannt für die Art Rocklbum, die es wohl sein sollte.

Auch wenn sich Fans der alten Schule rein von der Produktion her über Lieder wie „I Want Your Dreams“ und „The Power Is In You“ freuen können, fehlt den Liedern eine Idee hinter dem Stil. Diesen Vorwurf muss sich gut die Hälfte des Albums gefallen lassen. Viele Tracks lassen die Frage im Raum stehen, warum sie überhaupt geschrieben wurden. Das wird anhand von gelungenen Titeln wie „Heavenly Day“ und „Love Comes On Silent Feet“ umso deutlicher. Hier findet Perrett seine Nische als Geschichtenerzähler von einst, dessen Musik auch heute noch berührt und bewegt.

Gerade mal ein Viertel des Albums weiß das ermattete Mittelmaß zu durchdringen und das ist unterm Strich zu wenig. Auf der Habenseite ist schlichtweg zu wenig, um den eingeschlagenen Weg zu feiern. Gleichzeitig darf Perrett sich sicher sein, dass Only-Ones-Junkies ihren Fix weiterhin nirgends authentischer bekommen, wenn sie nicht auf altes Material zurückgreifen wollen. Ob das Argument genug für eine komplett unspektakuläre Routinier-Rock-Platte ist, wird sich zeigen.

Anspieltipps:

  • Heavenly Day
  • Love Comes On Silent Feet
  • Master Of Destruction

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