Eagles Of Death Metal - The Best Songs We Never Wrote - Cover
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Eagles Of Death Metal The Best Songs We Never Wrote


  • Label: Cooperativ/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
3.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„I'm never gonna dance again. Guilty feet have got no rhythm. Though it's easy to pretend. I know you're not a fool. I should've known better than to cheat a friend. And waste…“

Warum sich Cover-Alben unter Musikern einer so großen Beliebtheit erfreuen, gehört zu den großen Phänomenen der Branche, da der geneigte Hörer nicht unbedingt zu den Befürwortern dieser ungeliebten Gattung zählt. Trotzdem werden solche oftmals als uninspiriert geltenden Machwerke, die in der Nutzloswertung gleich nach Live- und Best-Of-Alben kommen, weiterhin fröhlich auf den Markt geworfen – und sei es nur dazu, um elegant einen Plattenvertrag zu erfüllen. Trotzdem gilt: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und deshalb geben wir auch den Eagles Of Death Metal eine Chance, die mit „The Best Songs We Never Wrote“ nun ebenfalls mit nachgespielten Klassikern in den Ring steigen.

Dass Jesse „Boots Electric“ Hughes einen sehr speziellen Humor besitzt, wissen wir schon seitdem hochgelobten, unter Mitwirkung von Josh Homme (Queens Of The Stone Age) entstandenem Debütalbum „Peace Love Death Metal“ aus dem Jahr 2004. Wir wissen allerdings auch, dass EODM diesen Bonus mit ihren folgenden Werken nicht über die Ziellinie retten konnten und deshalb vergleichsweise kleine Brötchen backen. Doch wenn diese Band nun Coverversionen von KISS, David Bowie, George Michael, Guns N‘ Roses und den Ramones ankündigt, wird der Fanboy doch etwas nervös.

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Insgesamt 13 Tracks wurden für „The Best Songs We Never Wrote“ eingespielt und die weiteren gecoverten Protagonisten heißen Cat Stevens, Kenny Rogers, The Distillers, Queens Of The Stone Age, Mary J. Blige, Steve Miller Band und AC/DC. Also fürwahr eine Mischung, die quer durch den stilistischen Garten geht und unter dem EODM-Trademark-LoFi-Sound zusammengeführt wird. Dass die Songs trotzdem fast alle als totgenudelt gelten, ist der automatische Nachteil und die typische Crux von Cover-Alben. Dieses Argument kann auch „The Best Songs We Never Wrote“ trotz einiger guter Momente nicht widerlegen.

So haben AC/DC wohl noch nie so schwul wie hier geklungen, wenn Jesse Hughes „High voltage“ ins Mikrofon haucht und die Ramones noch nie so zerbrechlich wie in der EODM-Version von „Beat on the brat“. Auf der anderen Seite wird „Abracadabra“ von der Steve Miller Band zu einem schwülstigen Funk-Track und George Michaels „Careless whisper“ zu einem düsteren Rocksong. Ab dieser Stelle haben sich die Eagles Of Death Metal endlich warmgespielt und schaffen es, den fremden Stücken ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Nach einem zähen Einstieg war dies nicht unbedingt zu erwarten, sorgt aber deshalb für umso Freude. Denn auf diese Weise schaffen es die Eagles Of Death Metal doch noch, mit „The Best Songs We Never Wrote“ ein insgesamt gutes Cover-Album vorzulegen.

Anspieltipps:

  • Family affair
  • Abracadabra
  • Careless whisper
  • Long slow goodbye
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