The Black Keys - Let´s Rock - Cover
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The Black Keys Let´s Rock


  • Label: Nonesuch/WEA
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Lange hat es gedauert, doch nun sind die Black Keys zurück. Erwachsener im Sound, ohne Danger Mouse als Produzent und mit E-Gitarren, die fast nicht stören.

Die im Jahr 2001 in Akron, Ohio, gegründeten Black Keys melden sich fünf Jahre nach ihrem Grammy-nominierten „Turn Blue“-Album (05/2014) mit neuem Material zurück, das die beiden Bandmitglieder Dan Auerbach und Patrick Carney in Nashville geschrieben und aufgenommen haben. Zuletzt veröffentlichte Dan Auerbach mit „Waiting On A Song“ (06/2017) sein zweites Soloalbum und gründete mit Easy Eye Sound sein eigenes Plattenlabel, während Patrick Carney als Produzent zahlreiche Künstler wie Tobias Jesso Jr., Sad Planets oder auch Michelle Branch betreute. Dabei ist viel Zeit ins Land gegangen, die die Erwartungshaltung an „Let’s Rock“, so der Titel des neunten Black-Keys-Albums, in ziemliche Höhen getrieben hat.

Was Patrick Carney als Hommage an die E-Gitarre bezeichnet und mit einem Cover daherkommt, als wäre es ein verlorenes AC/DC-Album, ist zuerst einmal das Ende der bis dato längsten Auszeit in der Bandgeschichte und als zweites die Abkehr von ihrem Erfolgsproduzenten Brian „Danger Mouse“ Burton, der den Black Keys zu einer Art Grammy-Abonnement verhalf. Nun hat das Duo seine Geschicke alleine in die Hand genommen und lediglich Tchad Blake (u.a. Arctic Monkeys, Pearl Jam, U2, Peter Gabriel) als Toningenieur eingebunden.

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Damit sollte die Freude an der Musik zurückkehren, die zwischendurch ein bisschen abhandengekommen war. Das bedeutet aber nicht, dass die Black Keys nun wie zu ihren Anfängen schnörkellos auf die 12 losrocken. Dazu haben sie sich im Laufe der Jahre einfach zu viele Fertigkeiten angeeignet, die sie nicht mehr unter den Teppich kehren wollen. Okay, die dreckigen Bluesriffs sind immer noch da („Eagle birds“), allerdings sind die Arrangements der Stücke ziemlich opulent („Walk across the water“) und die Melodien nicht sehr weit von Popmusik entfernt („Sine a little light“).

Dabei wurde konsequent auf Keyboards, Synthesizer und Gastmusiker verzichtet, ohne dass der Sound dadurch zu rau geworden wäre. Ganz im Gegenteil. „Let’s Rock“ verkörpert eine durch und durch erwachsene Version von „Bluesrock trifft Popmusik“, bei der die E-Gitarre zwar ein zentrales Element darstellt, aber so geschickt in ein sehr süffiges Klangbild eingearbeitet wurde, dass böse Zungen behaupten könnten, dass die Gitarren gar nicht stören.

Anspieltipps:

  • Eagle birds
  • Under the gun
  • Every little thing
  • Get yourself together
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