Sum 41 - Order In Decline - Cover
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Sum 41 Order In Decline


  • Label: Hopeless Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dreijähriger Albumpause sind die Ex-Pop-Punker mit ihrem siebten Studio-Longplayer zurück.

Als sich Sum 41 Mitte der 90er Jahre in Kanada gründeten, war die Band mit ihrem poppigen Punkrock genau zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle. Im Fahrwasser von Kollegen wie The Offspring, Green Day, Rancid oder auch Blink-182 nahm die Band im 90er-Jahre-Punkrock-Revival alle mit was ging und verkaufte bis dato mehr als 15 Millionen Tonträger, wobei ihre glorreichen Majorzeiten nun schon ein paar Tage her sind. Seit 2016 sind Deryck Whibley (Gesang), Dave Brownsound (Gitarre), Tom Thacker (Gitarre), Can McCaslin (Bass) und Frank Zummo (Drums) beim Indie-Label Hopeless Records unter Vertrag, auf dem sie jetzt auch ihren siebten Studio-Longplayer „Order In Decline“ im 23. Karrierejahr herausbringen.

Im Waschzettel zu „Order In Decline“ wird erklärt, dass das Album das bis dato härteste und aggressivste sowie das mit den ehrlichsten und persönlichsten Texten sein soll. Mit diesem Standardspruch ist freilich noch kein Meter Boden gewonnen, aber gebracht wird er dennoch immer wieder. Dabei zeichnet vor allem Mastermind Deryck Whibley für das Gelingen verantwortlich. Er bastelte das musikalische Grundgerüst innerhalb von drei Wochen zusammen und kümmerte sich auch im Alleingang um die Aufnahme, Abmischung und Produktion in seinem Heimstudio in Los Angeles.

Auch wenn Sum 41 keine Politrocker sein wollen, haben sie sich nicht vor den jüngsten Ereignissen auf dieser Welt verschlossen. Anstatt Pop ist nun Politik ein zentraler Punkt des Quintetts geworden. Eingängig wollen Sum 41 dennoch klingen. Allein schon, um ihre Fans nicht zu verprellen. So halten Sum 41 stets die Balance zwischen Härte („The new sensation“), Melodik („Heads will roll“) und ihren typischen Metal-Ausflügen (man höre zum Beispiel die Gitarren in „Out for blood“) und zaubern daraus einen knackigen 36-Minüter, der mit lediglich einer („Never there“), maximal zwei („Catching fire“) echten Balladen auskommt.

Auf diese vertraute Weise und mit mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in den Knochen ist „Order In Decline“ ein mehr als solides Punkrock-Album geworden, das niemals peinlich ist und sehr erfrischend an die großen Zeiten von Sum 41 erinnert, die nach „Underclass Hero“ (07/2007) abrupt vorbei waren.

Anspieltipps:

  • Never there
  • Out for blood
  • Heads will roll
  • The people vs…
  • 45 (a matter of time)
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