Prince - Originals - Cover
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Prince Originals


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 64 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Neues aus dem Prince-Archiv. Doch: Das Warten auf echte Sensationen geht weiter.

Gerade einmal zwei Monate nach der Wiederveröffentlichung des „Rave Un2 The Joy Fantastic / Rave In2 The Joy Fantastic“-Songmaterials (04/2019) auf zwei CDs und einer DVD, steht tatsächlich schon die nächste Ausgrabung aus den Archiven des im Jahr 2016 verstorbenen Musikgenies an. Diesmal wurden Songs ausgegraben, die Prince für andere Künstler geschrieben hat. 14 der 15 Tracks sind in diesen Versionen bis dato unveröffentlicht und wurden von den TIDAL-Vertretern Jay-Z und Troy Carter im Auftrag des Prince Estate ausgewählt und unter dem schlichten Titel „Originals“ zusammengefasst. Zum Dank durfte das Musikstreamingportal TIDAL das Werk vorab exklusiv auf den Markt bringen. Zwei Wochen danach liegen nun auch die physischen Ausgaben von „Originals“ vor.

Sämtliche Songs, bis auf eine Ausnahme, stammen aus den 80er Jahren und wurden performt von Kenny Rogers, Taja Sevelle, The Bangles, The Time, Vanity 6, Sheila E., Apollonia 6, Jill Jones, The Family, Mazarati und Martika, die mit dem einzigen 90er-Jahre-Track „Love… thy will be done“ vertreten ist. Somit bewegen sich die Prince-Aufnahmen in der Zeitspanne von 1981 bis 1985 und decken damit zweifelsohne die erste große Blütephase des Meisters, der auch auf „Originals“ seine Vielseitigkeit unter Beweis stellt.

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Durch die Beschränkung auf quasi eine Schaffensperiode, klingt „Originals“ nicht wie eine zusammengewürfelte Compilation, sondern sehr wohl wie ein richtiges Album, das in dieser Form ganz regulär in den 80er Jahren als Prince-Werk erschienen sein könnte. Die Zutaten kommen dem Hörer jedenfalls mächtig bekannt vor, klingen die Originale doch zu 100% nach Prince und nicht etwa nach Auftragsarbeiten. So gibt es die Prince-typische Fusion aus Funk-Rock („Jungle love“, „Holly rock“), Radio-Pop („Manic monday“), Electro-Funk („Make-Up“), entspannten Liebesliedern („You’re my love“, „Love… thy will be done“) und schwülstigen Balladen („Baby, you’re a trip“, „Noon rendezvous“, „Gigolos get lonely too“) auf die Ohren und jeder weiß, woran er ist.

„Originals“ klingt mit dem Song „Nothing compares 2 U“ aus, der vielleicht die Mutter aller Prince-Geschenke an andere Künstler darstellt. Hier fällt noch einmal auf, dass die Prince-Originale stets schräger und verspielter sind, als die späteren Interpretationen, wobei diese durchaus auch besser ausgefallen sind, siehe das sehr charmante „Manic Monday“ von den Bangles. Fazit: Mit diesem Album geht die Schatzsuche in den Prince-Archiven weiter, wobei wir nach wie vor auf echte Sensationen warten.

Anspieltipps:

  • Holly rock
  • Jungle love
  • Manic monday
  • Nothing compares 2 U
  • Love… thy will be done
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