René Shades - Teenage Heart Attacks & Rock´N´Roll Heaven - Cover
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René Shades Teenage Heart Attacks & Rock´N´Roll Heaven


  • Label: Nonstop Music Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

René Shades schaut sich in alle Richtungen des Rock um und verliert dabei gemeinsam mit seinen Hörern den Überblick

Die Vorzeichen für „Teenage Heart Attacks & Rock’n’Roll Heaven“ waren nicht gut. Die Möchtegern-Kid-Rock-Hymne „Reckless“ lässt als Single schon nichts allzu Substantielles erwarten. Was sich ansonsten auf dem Album mit dem umständlichen Titel tummelt, hat etwas von einer aufgeschreckten Vogelschar, die irgendwie allen Hörern gefallen will. Vom Hardrock-Kern der Stammband von René Shades, Pretty Maids, ist wenig zu erkennen. Stattdessen scheint der Däne dem Traum der US-amerikanischen Rock-Karriere zu verfallen, wenn er meist erfolglos nach Radioformeln sucht.

Die Ergebnisse sind in Form von besagtem „Reckless“ und dem ähnlich pathetisch poppigen „Superheroes“ leider äußerst berechenbar geraten. Ab „Forever Girl“ könnten die ersten Hörerohren aufgeben, wenn Shades nach dem bemühten Auftakt in „The Brigade“ das Album um jegliches Tempo und jegliche Kraft beraubt hat. Inmitten von viel Harmlosigkeit scheint der Musiker den Weg zurück zur Härte auch nicht mehr zu finden, wenn „The American Dream“ ein saftiges Riff direkt mit „hey, hey, ho“-Auftakt und „woo hoo“-Rufen abschwächt. Dass René Shades zudem ein zweites Mal nach „Reckless“ die „whatcha gonna do“-Phrase auspackt, gibt Abzüge in der B-Note.

Wenn Shades zu den Arbeiten an „Teenage Heart Attacks & Rock’n’Roll Heaven“ berichtet, dass er sich mehr traut, als zuvor, kann er dabei auf die zahlreichen Einflüsse auf dem Album verweisen. Gleichzeitig zwängt Shades alle Ansätze in den gleichen angepassten Stil, der erfolglos zum Mitsingen und -klatschen animieren soll. Mit „Little Footsteps In The Sand“ verliert sich das Album endgültig in einer Entertainer-Manier, die ohne die nötige Selbstironie schlichtweg ausgelutscht klingt. René Shades’ Album bringt nichts mit, worauf Rock-Fans gewartet haben. Das Album erlischt jegliches Aufbäumen und raubt raueren Seelen zunehmend die Nerven, während Pop, Country und Blues-Fans bei solch oberflächlichem Material lediglich freundlich, aber müde lächeln können.

Anspieltipps:

  • The Brigade
  • Reckless
  • Centerfold

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