Volter - Off To War - Cover
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Volter Off To War


  • Label: Volterzone Records
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer den Volter-Schriftzug durch den von Motörhead ersetzt, positioniert dieses Album genau richtig.

Mit der Idee, eine Band zu gründen, die ihre stilistischen Wurzeln aus dem Hardrock und Heavy Metal der 80er Jahre bezieht, gingen die Herren Gregor Musiol (Bass, Gesang, Texte), Anton Herrmann (Drums) schon seit dem Jahr 2014 schwanger. Es musste nur noch ein Gitarrist gefunden werden. Das zog sich etwas hin, doch irgendwann im Jahr 2015 hatten die Jungs aus dem Großraum Hannover mit Hurricane Hardy ihren Mann an der Axt gefunden, mit dem auch die selbstbetitelte 4-Track-Debüt-EP (08/2016) eingespielt und in Eigenregie zu Promotionzwecken vermarktet wurde.

Was damals sofort auffiel: Der Sound des Trios erinnert stark an die leider inzwischen nicht mehr existierenden Motörhead, allerdings ohne die Band um Lemmy Kilmister plump zu kopieren. Das sprach sich in der Szene schnell herum, währenddessen Volter ihren guten Ruf mit starken Live-Performances zusätzlich untermauerten. So wird die Band nicht nur gerne und häufig gebucht, auch der Ruf nach einem kompletten Album wurde immer lauter. Und mit „Off To War“ liegt dieses nun vor.

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Mit Hilfe von befreundeten Kollegen wie Hannes Huke, Achim Dreßler oder auch Carsten Frank wurden zehn Songs eingetütet, wobei auf einen externen Produzenten verzichtet wurde. Dem Klangbild hat dies nicht geschadet. Und wer als Hörer ein Faible für den Sound der 80er Jahre hat, wird mit der rauen und sehr direkten Produktion eh kein Problem haben. Der Clou ist und bleibt aber die frappierende Verwandtschaft der Songs mit denen von Lemmy Kilmister, Philip Campbell und Mikkey Dee.

Dazu trägt in erster Linie Sänger und Bassist Gregor Musiol bei, der mit seinem heiser bellenden Organ und einem markanten Bassspiel dafür sorgt, dass sich der Hörer wie bei der Entdeckung eines unbekannten Motörhead-Albums vorkommt. Denn qualitativ stehen Tracks wie „Mr. Sinister“, „Rock’n’Roll“ oder auch „Dead inside“ dem Oeuvre der Briten in nichts nach. Volter drücken fast durchgängig aufs Tempo und schaffen es dabei, den Stücken trotzdem unterschiedliche Charaktere zu geben. Auf diese Weise machen die zehn Dreiminüter durchgehend Spaß und lassen die Vorfreude auf das zweite Volter-Album steigen, das für Ende 2019 angepeilt ist.

Anspieltipps:

  • Zombieland
  • Mr. Sinister
  • Rock’n‘roll
  • 2 lane blacktop
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