Travis - Live At Glastonbury ´99 - Cover
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Travis Live At Glastonbury ´99


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 69 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
9.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der sagenumwobene Festival-Auftritt aus dem Juni 1999 begleitet die Feierlichkeiten zum „The Man Who“-Album.

Die schottische Band Travis feierte im Jahr 1999 mit dem von Nigel Godrich (Radiohead, Beck, R.E.M.), Ian Grimble (Bears Den, Manic Street Preachers, Texas) und Mike Hedges (U2, Dido, The Beautiful South) im Studio betreuten „The Man Who“-Album ihren internationalen Durchbruch. Dieser glückte aufgrund unvergesslicher Songs wie „Writing to reach you“, „Driftwood“, „Why does it always rain on me?“ und „Turn“, die allesamt als Singles ausgekoppelt wurden und einem kleinen bisschen Legendenbildung. Denn als Travis wenige Wochen nach der Veröffentlichung von „The Man Who“ im heimischen Glastonbury einen Festival-Auftritt absolvierten, spielte ihnen die Natur wunderbar in die Karten.

Nachdem es besagtem Auftrittstag stundenlang trocken gewesen war, was auf der britischen Insel nicht selbstverständlich ist, öffnete der Himmel ausgerechnet in dem Moment seine Schleusen, als Travis auf der Bühne das Stück „Why does it always rain on me?“ performten. Ein Schauspiel vor dem Herrn, das von der Presse dankbar aufgegriffen und in alle Welt hinausposaunt wurde. Das erzeugte natürlich ein zusätzliches Interesse an dem Lied und an den anderen des „The Man Who“-Albums, das sich auf den ersten Platz der UK-Charts vorschob und zum Aushängeschild der Schotten wurde.

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Eben jener Auftritt vom 26. Juni 1999 auf dem Glastonbury Festival wurde nun parallel zur Jubiläumsausgabe von „The Man Who“ erstmalig offiziell veröffentlicht. Verpackt in einem bescheidenen Digipak und ohne großes Brimborium ergänzt die Live-CD die Feierlichkeiten mit Songs des ersten Travis-Albums („Good Feeling“, 09/1997) sowie des in Zentrum stehenden Klassikers, der von der Presse damals mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde, da sich Travis damit angeblich zu weit von ihrem Debüt entfernt hatten. Eine Ansicht, die wie immer als Geschmackssache durchgeht.

Natürlich haben rockige Stücke wie „U 16 girls“ oder auch „All I want to do is rock“ vergleichsweise mehr Schmackes als späteres (weinerliches) Material wie „As you are“ und „Driftwod“. Im Gesamtpaket funktioniert die Mischung allerdings ausgesprochen gut und macht deutlich, dass Travis Ende der 90er Jahre zurecht zu den wichtigsten BritPop-Bands zählten. Wenn dann noch Sänger Fran Healy mit seinen Ansagen im kauzig-sympathischen Schottenakzent loslegt, ist es endgültig um einen geschehen. Dann kann man Travis eh einfach nur gernhaben.

Anspieltipps:

  • U 16 girls
  • Coming around
  • Yeah yeah yeah yeah
  • Writing to reach you
  • All I want to do is rock
  • Why does it always rain on me?
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