Shakespear´s Sister - Singles Party (1988-2019) - Cover
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Shakespear´s Sister Singles Party (1988-2019)


  • Label: London Records/ALIVE
  • Laufzeit: 69 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwei neue Songs, versteckt auf einer Singles-Collection, sind für ein echtes Comeback ein bisschen dünn.

Hier kommt ein bisschen Futter für das Sommerloch. Zumindest für diejenigen, die in den Achtzigern mit Popmusik sozialisiert wurden. Denn mit Shakespear’s Sister kehrt ein kurzzeitiges Charts-Phänomen aus den späten 80er und frühen 90er Jahren zurück, um im November 14 Konzerte in England zu geben. Schließlich wird heutzutage nur noch mit Konzertgagen so richtig Geld verdient. Eine neue CD bringen Shakespear’s Sister trotzdem auf den Markt, auch wenn deren Inhalt nur bedingt eine Meldung wert ist.

Ursprünglich wurde Shakespear’s Sister als Soloprojekt nach Siobhan Faheys (60) Trennung von der Girlgroup Bananarama ins Leben gerufen, avancierte aber mit dem Einstieg von Marcella Detroit (67) zum Duo, das mit den Alben „Sacred Heart“ (08/1989) und „Hormonally Yours“ (02/1992) sowie einem Bündel Top-40-Singles, darunter internationale Hits wie „You're history“, „Stay“, „I don’t care“ und „Hello (turn your radio on)“, erfolgreich war.

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Ein paar Jahre klappte die Zusammenarbeit zwischen den beiden ganz gut. Doch dann verkrachten sie sich im Jahr 1993 und sprachen 25 Jahre kein Wort mehr miteinander. Erst 2018 näherten sie sich wieder an, entdeckten ihre alte Freundschaft wieder und beschlossen eine Reunion. Diese spuckt mit den Songs „All the queen‘s horses“ und „C U next tuesday“ zwar nur zwei neue Titel aus, die auf der Hitsammlung „Singles Party (1988-2019)“ untergebracht wurden, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.

So gibt es knapp 70 Minuten lang einen recht umfassenden Einblick in die bisherige Karriere des Duos, das seinen größten Hit – „Stay“ – in gleich zwei Versionen auffährt. Was muss, dass muss eben. Ob es diese Compilation dagegen wirklich gebraucht hat, ist nach diversen vorausgegangenen Kopplungen und nur zwei gemeinsam aufgenommenen Alben tatsächlich fraglich. Deshalb taugt „Singles Party (1988-2019)“ lediglich zu ein paar nostalgischen Momenten, die erahnen lassen, dass das Duo in der Tat Potenzial hatte, aber aus persönlichen Gründen nicht mehr daraus gemacht hat.

Neben den wenigen bekannten Smashern liegt die Konzentration deshalb auf den beiden Frischlingen, die sich zumindest nicht negativ abheben, aber im heutigen Pop-Business kaum Chancen haben dürften. Dazu klingen die Stücke einfach zu gestrig, wobei sich „All the queen‘s horses“ ein bisschen an „Summer vine“ (Ville Valo und Natalia Avelon) bedient und „C U next tuesday“ leichten Sixties-Flair verströmt. Fazit: Nett, aber auch überflüssig.

Anspieltipps:

  • Stay
  • Run silent
  • I don’t care
  • C U next tuesday
  • Hello (turn your radio on)
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