Supersonic Blues Machine - Road Chronicles: Live! - Cover
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Supersonic Blues Machine Road Chronicles: Live!


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 77 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Supersonic Blues Machine bleibt auch auf ihrem Live-Album und mit Billy Gibbons vor allem eins: solide.

Eher zufällig entstanden, hat sich die Supersonic Blues Machine mit ordentlicher Unterstützung von Medien und Plattenfirma zu einer echten Größe gemausert. Großen Anteil daran hatten natürlich auch die Studioalben, die zwar nicht hochklassig sind, aber mit einer illustren Gästeliste aufwarten können. Nach dem zweiten Album „Californisoul“ mussten sich Drummer Kenny Aronoff und Bassist und Produzent Fabrizio Grossi einen neuen Frontmann suchen. Lance Lopez, bisher für die sechs Saiten und Gesang zuständig, zieht es wieder zurück zu seiner Soloarbeit. Mit dem Briten Kris Barras haben die beiden einen würdigen Nachfolger gefunden, mit dem es im letzten Jahr auf eine Headlinertour durch Europa ging. Auch hier hatte man mit Billy Gibbons von ZZ Top einen Gaststar der obersten Kategorie dabei.

Die erste Hälfte des Live-Albums bestreitet das Trio jedoch noch allein, bzw. mit Hilfe eines Backgroundchors. Warum ausgerechnet das entspannte „I Am Done Missing You“ den Opener darstellt, bleibt genauso offen, wie die deutlich an Dynamik mangelnde Reihenfolge. Die ersten Songs sind alle gar etwas zu eintönig, etwas zu lasch. Erst mit dem funkigen „Watchagonnado“ vom Debütalbum „ South of Frisco“ kommt etwas Stimmung auf und Schwung auf die Bühne Von ähnlichem Kaliber ist auch „Bad Boys“ bei dem Barras mit stilvoller Slidegitarre glänzt. Nach etwas mehr als der Hälfte ist es dann soweit und Billy Gibbons wird auf die Bühne gelotst. Er steigt direkt mit „La Grange“ ein, was allerdings auch der einzige Song seiner Hauptband bleiben wird.

Mit ihm an der Seite klingt die Supersonic Blues Machine auf einmal deutlich fetter und voluminöser. „Broken Heart“ könnte auch von ZZ Top stammen und neben dem von Gibbons auf dem Debüt eingesungenen „Running Whiskey“, präsentiert die Band noch die Bluesklassiker „Dust My Broom“, das etwas langsam gerät, „Got My Mojo Working“ und „Going Down“, das die Gitarrenlegende mit seinem unverwechselbaren Sound veredelt. Ärgerlich am ansonsten astrein klingenden Album sind die Übergänge zwischen den Songs. Fadeouts am Ende und Einblendung am Anfang eines jeden Songs machen jegliche Live-Atmosphäre zunichte. Insgesamt ist „Road Chronicles: Live“ wie alles der Supersonic Blues Machine: solide.

Anspieltipps:

  • I Ain’t Fallin’ Again
  • Broken Heart
  • Going Down

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