Gov´t Mule - Bring On The Music: Live At The Capitol Theatre - Cover
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Gov´t Mule Bring On The Music: Live At The Capitol Theatre


  • Label: Mascot Records
  • Laufzeit: 157 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Zum 25-jährigen Jubiläum servieren Gov’t Mule um Warren Haynes eine Live-Performance, die sich gewaschen hat.

Vor 25 Jahren wieder eine Pause bei den Allman Brothers anstand, formierten Leadgitarrist Warren Haynes und Bassist Allen Woody zusammen mit Drummer Matt Abts Gov’t Mule. Nach Woodys Tod im Jahr 2000 wurde zuerst Andy Hess Bassist, seit 2008 ist Jorgen Carlsson mit dabei. Weiter haut seit 2002 Danny Louis in die Tasten oder wahlweise auch mal in die Saiten. Trotz einer beinahe unüberschaubaren Live-Diskographie, Dank Downloads kann man fast jedes Konzert nachhören, gibt es nach dem letzten Studioalbum aus dem Jahr 2017 zur Silberhochzeit ein neues offizielles Live-Album. Aufgenommen am 27. Und 28. April letzten Jahres im traditionsreichen Capitol Theatre in Port Chester, New York erscheint das Jubiläumswerk in verschiedensten Audio- und Videoformaten und liefert einen Querschnitt durch die Diskographie des Vierers mit Songs vom ersten Album „Gov’t Mule“ und auch ihrer neuesten „Revolution Come…Revolution Go“.

Eröffnet und beendet wird das Album mit „Traveling Tune Pt. 1“, respektive dem zweiten Teil. Somit macht die Band direkt klar woher sie kommt, was ihre musikalischen Wurzeln sind: Southern Rock. „Railroad Boy“ ist eine etwas härtere Version und hätte auch Blackfoot gut zu Gesicht gestanden, im Bluesrock-Knaller „The Mule“ wird erstmals ausgiebig gejammt und die Spielzeit im Vergleich zum Studio beinahe verdoppelt. Das treibende „Funny Little Tragedy“ wird wie selbstverständlich mit dem Police-Klassiker „Message In A Bottle“ verschmolzen, „Mr. Man“ zeigt Haynes und Co. wieder von ihrer härteren Seite samt Gitarrensalven. „Life Before Sanity“ vermischt Lynyrd Skynyrd mit den Allman Brothers, „Revolution Come, Revolution Go“ zeigt funkigen Rock, bei dem vielleicht etwas zu viel gejammt wird. „Dreams & Songs“ tönt mit schwelgerischen Slidegitarren, „World Boss“ ist mit unter 6 Minuten dann mal knackig und kurz gehalten.

Wer auf Southern Rock, Hardrock im Stil der Siebziger mit Ausflügen zu den Ursprüngen dieser Musik steht, dem sollte Gov’t Mule schon lange ein begriff sein. Musikalisch allererster Güte könnten höchstens die manchmal ausufernden Jams auf Dauer zu viel werden. Warren Haynes Stimme wiederum wird mit jedem Jahr auf der Bühne besser. Sicherer und selbstbewusster hat er nie geklungen. Trotz aller Spielfreude, gutem Sound und guter Setlist müssen Fans aufpassen, denn die verschiedenen Formate haben unterschiedliche Tracklists. Dieses Review bezieht sich auf die Doppel-CD-Version. Möchte man alles haben bietet sich die CD/DVD-Version an: ein Konzert für die Ohren, eines für die Augen.

Anspieltipps:

  • The Mule
  • Funny Little tragedy
  • Dreams & Songs
  • Bring On The Music

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