The Halo Trees - Antennas To The Sky  - Cover
Große Ansicht

The Halo Trees Antennas To The Sky


  • Label: Einheit Produktionen
  • Laufzeit: 54 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

The Halo Trees versuchen sich an düsterem Rock, der oftmals die nötige Nachdenklichkeit und Reflexion vermissen lässt.

Die Berliner Band The Halo Trees trauen sich nach rund drei Jahren aus dem Studio ins Licht der breiteren Öffentlichkeit. Ihr Debüt „Antennas To The Sky“ hat dabei Versatzstücke erfolgreicher Bands wie The National und dEUS, verpassen allerdings die Chance, ihren eigenen Charakter zu etablieren. Mit tiefem Gesang und scheinbar nachdenklichen Untertönen kennen The Halo Trees ihre Nische zwar, bieten ihr allerdings wenig Neues und Überragendes.

Im Guten hat „Antennas To The Sky“ einen angenehm zurückhaltenden Unterton, der dem unaufdringlichen Ansatz der Band entgegenkommt. Bestenfalls verlieren sich Hörer in der hypnotischen Wirkung eines „WideWideWorld“. Selten kommt ein Riff jedoch so gut ins Rollen und so finden sich vor besagtem „WideWideWorld“ kaum Momente, die im Kopf bleiben. Gerade der nach sanftem Indie-Rock klingende Auftakt mit Liedern wie „The Violent Words“ rauscht ohne besondere Vorkommnisse an Hörern vorbei. Im Schlimmstfall trägt die Band auch schlichtweg zu dick auf („Nightmare Coming True“) oder ertränkt Melodien in Soundstrudeln („When The Storm Comes“ und der CD-Bonustrack „A Lonely Song I Humbly Sing“).

Dass The Halo Trees kein verlorener Posten sind, können die Berliner Mannen in „WideWideWorld“ und „Mysterious Girls“ beweisen, auch wenn Hörer für ordentliches Pathos offen sein sollten. „Antennas To The Sky“ ähnelt einer Theaterproduktion, die die unscheinbarsten Momente mit gut gemeinter, aber übertriebener Melancholie aushebelt. Weniger wäre bei The Halo Trees definitiv mehr, denn nicht jeder Track muss in Streichereinsätzen und einem Kloß im Hals enden.

Anspieltipps:

  • WideWideWorld
  • Mysterious Girl
  • Secret Hideaway

Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
7/10

Ciao!
  • 2019    
Diskutiere über „The Halo Trees“
comments powered by Disqus