Hellyeah - Welcome Home - Cover
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Hellyeah Welcome Home


  • Label: Eleven Seven Music
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die letzten Songs, die der im Jahr 2018 verstorbene Vinnie Paul eingespielt hat.

Die Band Hellyeah formierte sich im Jahr 2006 in Dallas, Texas, als eine Art Supergruppe des Heavy Metal, bestehend aus Mitgliedern der Bands Pantera, Nothingface und Mudvayne. Ein richtig dicker Fisch also, für den Drummer Vinnie Paul seine mehrjährige musikalische Auszeit beendete, die er aufrief, nachdem sein Bruder und Pantera-Gitarrist Dimebag Darrell am 8. Dezember 2004 auf offener Bühne ermordet wurde. Zusammen mit Chad Gray (Gesang), Greg Tibbett (Gitarre), Tom Maxwell (Gitarre) und Jerry Montano (Bass) bildete Vinnie Paul das Line-up des international erfolgreichen Heavy-Metal-Supertankers, der bis dato fünf Studioalben veröffentliche.

Das sechste Werk, „Welcome Home“´, entstand zusammen mit dem Produzenten Kevin Churko (Ozzy Osbourne, Five Finger Death Punch, Disturbed, Skillet) in der Besetzung Chad Gray (Gesang), Tom Maxwell (Gitarre), Christian Brady (Gitarre), Kyle Sanders (Bass) und Vinnie Paul (Drums) und war im Prinzip fertiggestellt, als am 22. Juni 2018 die Meldung die Runde machte, dass Drummer Vinnie Paul an einem Herzinfarkt verstorben war. Ein schwerer Schock für alle Fans und Vinnie Pauls Bandkollegen, die sich entschieden, auch ohne ihr Gründungsmitglied weiterzumachen. So wurde mit Roy Mayorga von Stone Sour ein Gast-Schlagzeuger verpflichtet, mit dem Hellyeah die Promo-Tour des „Welcome Home“-Albums bestreiten werden, auf dem die letzten Aufnahmen von Vinnie Paul zu hören sind.

Die zehn Songs (Nummer elf, „Irreplaceable“ besteht nur aus einem kurzen Sample) auf „Welcome Home“ bewegen sich im angestammten Hellyeah-Segment aus Groove- und Thrash-Attacken, die mit einem satten Einschlag aus der Modern- bzw. Nu-Metal-Abteilung aufgepeppt werden. Stücke wie „Oh my god“ oder auch „Black flag army“ stehen exemplarisch für diese inzwischen leicht angestaubte Ballerbrühe, die kurzzeitig immer noch Bäume ausreißen kann („333“), aber im Laufe der Spielzeit arg verbraucht daherkommt. Vielleicht versucht sich die Band deshalb hier und da an etwas poppigeren Melodieführungen („I’m the one“, „Perfect“).

Quantensprünge sind damit aber auch nicht zu erzielen, wenn im Anschluss zähe, bei Alice In Chains entliehene Riffs verbaut werden („At wicks end“), ausgelutschter Rap-Metal à la Kid Rock erklingt („Boy“) oder eine durch und durch schwachbrüstige Lagerfeuerballade angereicht wird („Skyy and water“). So klingt der Abschied von Vinnie Paul über weite Strecken nur durchschnittlich und unterm Strich verzichtbar, auch wenn „Welcome Home“ drei, vier echte Krachersongs im Gepäck hat.

Anspieltipps:

  • 333
  • Perfect
  • Oh my god
  • Welcome home
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