The Dead Daisies - Locked And Loaded - Cover
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The Dead Daisies Locked And Loaded


  • Label: Spitfire Music/SPV
  • Laufzeit: 43 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ziemlich überflüssige Zusammenfassung aller bisherigen Coverversionen aus dem Hause The Dead Daisies.

The Dead Daisies, gegründet im Jahr 2012 in Sydney, Australien, sind eine Art Supergruppe des Hardrock, in der sich bis heute haufenweise angesehene Musiker wie Brian Tichy, Darryl Jones, Dizzy Reed, John Tempesta oder auch Frank Ferrer (um nur ein paar zu nennen) die Klinke in die Hand gegeben haben. Aktuell besteht das Line-up aus Bandgründer David Lowy (Gitarre) sowie den Herren John Corabi (Gesang, Ex-Mötley Crüe), Doug Aldrich (Gitarre, Ex-Whitesnake), Marco Mendoza (Bass, Ex-Thin Lizzy) und Deen Castronovo (Drums, Ex-Journey), also ebenfalls sehr namhaften Vertretern ihrer Zunft.

Vier Studio- und ein Live-Album stehen bis dato für The Dead Daisies zu Buche. Damit hat die Band in jedem Jahr einen Longplayer auf den Markt gebracht. Um diesen sportlichen Rhythmus halten zu können, ohne neue Songs in petto zu haben, erscheint deshalb jetzt mit „Locked And Loaded“ keine 1½ Jahre nach dem „Burn It Down“-Album (04/2018) eine Sammlung von zehn Coverversionen. Eine durchaus naheliegende Entscheidung, da The Dead Daises bisher auf allen ihren Alben immer mindestens eine Coverversion am Start hatten.

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Rein quantitativ ist die Ausbeute relativ dünn ausgefallen und mit den Stücken von Neil Young, Deep Purple, The Beatles (zweimal vertreten), Grand Funk Railroad, The Who, The Rolling Stones, Creedence Clearwater Revival, Alex Harvey und Howlin‘ Wolf sind auch nicht unbedingt Raritäten verbunden. Zudem kennen die Fans der Daisies die Songs bis auf „Rockin' in the free world“ und „Highway star“, die als Live-Versionen vorliegen, bereits von den vorherigen Alben. Dies alles minimiert den künstlerischen Wert des vorliegenden Albums auf ein sehr überschaubares Niveau.

Keine Frage: Die ausgewählten Songs sind über alle Zweifel erhaben und die Art und Weise, wie The Dead Daisies diese umgesetzt haben, zeugt von Spaß an der Freude und Liebe zum Detail. Kein Wunder bei diesen herausragenden Musikern. Dennoch ist dieser als Projekt bezeichnete und digital remasterte Longplayer lediglich ein reines Kommerzvehikel, den sich die Fans allenfalls aus Vollständigkeitsgründen ins Regal stellen werden. Deshalb wäre zum Beispiel ein Vorteilspreis eine tolle Sache gewesen. Den gibt es aber nicht. Und überhaupt: Damit wäre „Locked And Loaded“ wohl noch vor dem Kauf als völlig überflüssig entlarvt worden.

Anspieltipps:

  • Helter skelter
  • Fortunate son
  • American band
  • Rockin' in the free world
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