Bones UK - Bones UK - Cover
Große Ansicht

Bones UK Bones UK


  • Label: Sumerian Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein britisches Newcomer-Duo, das seine Basis in die USA verlegt hat, um von dort den Rock-Olymp zu erklimmen.

Das aus London stammenden und aktuell in Los Angeles beheimateten Rosie Bones (Gesang) und Carmen Vandenberg (Gitarre) haben sich vor ein paar Jahren zu der Band Bones UK zusammengetan. Dafür haben die beiden ihr Studium zugunsten einer Rock’n’Roll-Karriere sausenlassen und sich systematisch mit der Verwirklichung ihres Traums beschäftigt. Dazu gehört neben einer starken Live-Präsenz und einem auffälligen Erscheinungsbild auch eine vollumfängliche Vermarktung über die sozialen Medien (Stichwort: YouTube, Instagram) sowie eine international aufgestellte Plattenfirma, die sich um den Vertrieb kümmert.

Ihre Hausaufgaben haben Bones UK also gemacht. Jetzt entscheidet das Publikum, ob es etwas mit dem musikalischen Gebräu des Duos anfangen kann, das Bones UK von Carmens ehemaligem Klassenkameraden Filippo Cimatti (Jeff Beck) produzieren ließen und das sich mit Elementen aus Industrial-Rock, Electro-Pop, Soul, Dance, Country, Blues und HipHop speist. Das klingt auf den ersten Blick wirr, wird von dem Duo aber überraschend frisch und genau auf der Kante zwischen Kunst und Kommerzialität in Szene gesetzt.

Bild

Rosie Bones und Carmen Vandenberg servieren dem Hörer auf ihrem selbstbetiteltem Debütalbum 13 Tracks, die nie Langeweile aufkommen lassen. Dabei kombinieren sie poppige Rhythmen mit schneidenden Industrial-Riffs („Beautiful is boring“, „Choke“), an Gossip gemahnende Klänge („Filthy freaks“) mit Electro-Beats („Pretty waste“, „Creature“) und tanzbarem Latin-Pop („Leach“). Die nervös pluckernde David-Bowie-Coverversion („I’m afraid of Americans“) mündet in die düstere Atmosphäre von „Skeletone“, während zarte Balladen, die an No Doubt erinnern („Souls“) oder gar Country-Flair versprühen („Black blood“), für Ruhe und Abwechslung sorgen.

Am stärksten ist das Finale des Albums, wenn kraftvoll stampfender Bluesrock durch die Lautsprecher gejagt wird („Girls can’t play guitar“), der mitunter an ZZ Top in den 80er Jahren erinnert („Filthy freaks“ im Radio-Edit) und Bonus UK auffällig in die Nähe der White Stripes rückt. Dann scheint sich die wahre Bestimmung des britischen Duos zu zeigen, das mit „Bones UK“ ein Werk vorgelegt hat, auf dem sich weiter aufbauen lässt.

Anspieltipps:

  • Souls
  • Black blood
  • Filthy freaks
  • Girls can’t play guitar
Neue Kritiken im Genre „Alternative Rock“
Diskutiere über „Bones UK“
comments powered by Disqus