Liam Gallagher - Why Me? Why Not. - Cover
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Liam Gallagher Why Me? Why Not.


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 51 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das zweite Soloalbum des kleinen Gallaghers.

Nachdem der jüngere der beiden Gallagher-Brüder sein Beady-Eye-Projekt nach nur zwei höchst durchschnittlichen Alben aus den Jahren 2011 und 2013 einstampfte und mit „As You Were“ (10/2017) sein erstes gar nicht mal schlechtes Soloalbum folgen ließ, schien es, dass Liam Gallagher (47) endlich auf dem richtigen Weg ist, seinem weitaus talentierteren Bruder Noel (52) kompositorisch das Wasser reichen zu können. Kommerziell war „As You Were“ jedenfalls ein voller Erfolg. Das Werk verkaufte sich besser, als die beiden Beady-Eye-Alben zusammen. Doch wenn die Fans ehrlich sind, dann wünschen sie sich auch mehr als zehn Jahre nach der Trennung von Oasis nichts sehnlicher herbei, als die Versöhnung der beiden Gallaghers und die Reunion von Oasis im Original-Line-up.

Na ja, man wird ja schließlich noch träumen dürfen. Geträumt ist es schließlich auch, dass Liam Gallagher mal ohne die Hilfe von Co-Komponisten ein Album auf die Kette bekommt. Tatsächlich arbeitete der 47-Jährige aber gleich mit vier Songschreibern und Produzenten an den Songs seines neuen Albums „Why Me? Why Not.“. Als da wären: Greg Kurstin (u.a. Lily Allen, Beck, Foo Fighters), Miike-Snow-Sänger Andrew Wyatt (u.a. Lorde, Lady Gaga, Bruno Mars), Simon Aldred (u.a. Jamie Cullum, Sam Fender, Jamie Lawson) und Adam Noble (u.a. Placebo, dEUS, Deaf Havana). Und siehe da: Für eine Handvoll guter Stücke waren die Kollaborationen tatsächlich gut.

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So erfüllt Liam Gallagher mit dem Opener „Shockwave“ eine alte Rock’n’Roll-Regel, die besagt, dass der Hörer gleich mit dem ersten Song eines Albums gewonnen werden muss. Das schafft Liam mit dem hemdsärmeligen Song in der Tat. Und genau davon hat der Herr diesmal jede Menge im Köcher, wobei seine Liebe zu den Beatles trotzdem stets hörbar ist. Dabei orientiert sich Liam stilistisch allerdings eher an Ringo Starr als an Lennon/McCartney. Warum? Ein Schelm, der angesichts des etwas eingeschränkten Talents der beiden Böses dabei denkt.

So hangelt sich Liam Gallagher durch simple Pop- und Rocksongs wie „Now that I’ve found you“, „Halo“ oder auch „The river“ und serviert dazu eine Prise Psychedelika („Meadow“) und Oasis-Recycling („Why me? Why not.“, „Invisible sun“). Was auch nicht fehlen darf: Sanfte Schunkelballaden zum Feuerzeuge schwenken („Once“), die zumeist arg schmalzig und von Pathos gezeichnet ausfallen („Alright now“, „One of us“, „Misunderstood“). Irgendwie ist damit wieder einmal alles beim Alten im Hause des kleinen Herrn Gallagher. Nur dass „Why Me? Why Not.“ wesentlich stärker von Durchschnittsware geprägt ist als „As You Were“. Wirklich überraschend kommt dies leider nicht.

Anspieltipps:

  • Halo
  • Once
  • Be still
  • The river
  • Shockwave
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