Sheryl Crow - Threads - Cover
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Sheryl Crow Threads


  • Label: Big Machine Records
  • Laufzeit: 75 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Threads“ ist angeblich das letzte Studioalbum von Sheryl Crow. Darauf wurden 17 Songs, die zusammen mit 23 berühmten Kollegen entstanden sind, gebündelt.

Dass Sheryl Crow (57) erst im Alter von 31 Jahren – also relativ spät – ihr Debütalbum „Tuesday Night Music Club“ (08/1993) vorlegte, lag daran, dass sie nach einem erfolgreichen Musikstudium zuerst als Musiklehrerin arbeitete und später lange Zeit als Background-Sängerin gebucht wurde, bis sie die Chance erhielt, als Solo-Künstlerin aktiv zu werden. Zwar waren die Anfänge nicht leicht (ihr tatsächliches Debütalbum liegt bis heute unveröffentlicht in der Schublade von A&M Records), doch mit der Single „All I wanna do“ im Jahr 1994 gelang Sheryl Crow überraschend gleich der weltweite Durchbruch. In allen wichtigen Charts platzierte sich der Song in den Top 10, während sich der Longplayer zu einem wahren Dauerbrenner entwickelte, der über einen Zeitraum von zwei Jahren mit sechs Singleauskopplungen ausgewertet wurde.

Damit war das Fundament zu einer Karriere gelegt, die bis heute andauert, auch wenn die kommerziellen Brötchen inzwischen etwas kleiner geworden sind. Ihren Ruf als hervorragende Songschreiberin hat Sheryl Crow jedenfalls nicht eingebüßt, wofür u.a. neun Grammy-Awards stehen. Mit „Threads“ legt die 57-Jährige nun ihren elften Longplayer vor, von dem sie sagt, dass er eventuell ihr letzter sein könnte, weil auch die Amerikanerin damit hadert, dass der typische Grundgedanke eines Albums bei der heutigen „Generation Playlist“ nicht mehr ankommt. Ihre Reaktion darauf: Ein Werk, das in Zusammenarbeit mit 23 (!) berühmten Kollegen entstanden ist, darunter Namen wie Sting, James Taylor, Vince Gill, Emmylou Harris, St. Vincent, Kris Kristofferson, Willie Nelson, Keith Richards, Neil Young, Eric Clapton, Bonnie Raitt, Mavis Staples und Stevie Nicks. Wer kann, der kann eben.

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Es ist hinlänglich bekannt, dass Sheryl Crow freundschaftliche Verhältnisse zu vielen Musikerkollegen pflegt und diese sicher gerne zu dem Projekt ja gesagt haben, zumal auf „Threads“ nicht zum hundertsten Mal irgendwelche Coverversionen runtergespult werden, die den meisten Hörern bereits zu den Ohren herauskommen. Klar, natürlich wird auch auf „Threads“ ein bisschen bei großen Kollegen wie Bob Dylan („Everything is broken“), George Harrison („Beware of darkness“), den Rolling Stones („The worst“) sowie bei sich selbst (!) stibitzt („Redemption day“). Aber niemals stumpf, sondern stets mit Hingabe und Ideen. So wurden zum Beispiel für „Redemption day“ die Stimmen von Sheryl Crow und Johnny Cash als posthumes Duett zusammengemischt und einer ganz neuen Stimmungslage ausgesetzt.

Eine zusammen mit Chuck D rappende Sheryl Crow („Story of everything“), eine windschiefe Ballade im Duett mit Keith Richards („The worst“) oder ein im Stil der 50er Jahre vorgetragener Rock’n’Roll-Song mit Jason Isbell („Everything is broken“) – Sheryl Crow und ihre Mitstreiter servieren dem Hörer 17 Songs in der stilistischen Schnittmenge aus Country, Soul, Blues, R&B, Folk, Rock und HipHop und schaffen damit einen hohen Unterhaltungswert, der über die gesamte Spielzeit von 75 Minuten nicht abreißt.

Anspieltipps:

  • Lonely alone
  • Story of everything
  • Everything is broken
  • Tell me when it’s over
  • Still the good old days
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