Alter Bridge - Walk The Sky - Cover
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Alter Bridge Walk The Sky


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 60 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„Walk The Sky“ setzt leider den negativen Trend des Vorgängers „The Last Hero“ fort.

Mit Alter Bridge gründeten die ehemaligen Creed-Mitglieder Mark Tremonti (Gitarre), Scott Phillips (Drums) und Brian Marshall (Bass) zusammen mit dem Sänger Myles Kennedy ein neues Band-Projekt, weil dem Trio das Gebaren ihres Frontmanns Scott Stapp im Laufe der Zeit immer mehr auf den Zeiger ging. Zwar hatten Creed mit „Full Circle“ (10/2009) noch einmal ein Comeback, das inzwischen aber zehn Jahre her ist. Seitdem hat Scott Stapp immerhin drei Soloalben auf den Markt gebracht, während Alter Bridge inzwischen auf fünf Studio- und vier Live-Alben kommen.

Mit „Walk The Sky“ legt die Band nun ihren sechsten Studio-Longplayer vor, der in guter, alter Tradition von Michael „Elvis“ Baskette (Slash, Trivium, Story Of The Year, Escape The Fate) produziert wurde. Das poasst. Denn traditionell ist auch der Sound von Alter Bridge, die auch anno 2019 dem Alternative Rock huldigen, wie ihn Creed in den 90er Jahren einst mitgeprägt haben. Lediglich der Härtegrad fällt bei Alter Bridge eine Spur zwingender als bei Creed aus. Und trotzdem: Pathos, Stadion-Chöre, Riffing und Melodiegestaltung sind alte Bekannte, die den geneigten Hörer sofort abholen.

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Wer sich dagegen mit dem typisch breitbeinigen US-Hardrock (und Metal) schwertut, wird auch von „Walk The Sky“ nicht vollends überzeugt werden können. Denn auch heuer schenken uns Alter Bridge neben ein paar Midtempo-Stücken („Indoctrination“) und (Halb-)Balladen („Walking on the sky“) hauptsächlich wieder knüppelnden Pathos-Metal („Native son“, „Take the crown“, „Forever falling“), gewöhnungsbedürftige Pop-Refrains („Godspeed“) und den gewohnt aufdringlichen Gesang von Myles Kennedy („The bitter end“, „Clear horizon“), mit dem es sich nur schwer anfreunden lässt.

Damit setzt „Walk The Sky“ den negativen Trend von „The Last Hero“ (10/2016) fort, was eventuell auch dem zerfahrenen Entstehungsprozess geschuldet ist. Schließlich haben die kreativen Köpfe Myles Kennedy und Mark Tremonti noch diverse andere Solo- und Band-Verpflichtungen an den Backen, die der Konzentration auf Alter Bridge nicht gerade förderlich sind. Das Ergebnis ist entsprechend enttäuschend.

Anspieltipps:

  • Native son
  • In the deep
  • Dying light
  • Pay no mind
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