Freedom Call - M.E.T.A.L. - Cover
Große Ansicht

Freedom Call M.E.T.A.L.


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 43 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
9/10 Leserwertung Stimme ab!

Zum 20-jährigen Bandjubiläum gibt es mit „M.E.T.A.L.“ das zehnte Studioalbum der süddeutschen Melodic-Power-Metaller.

Die Heavy-Metal-Band Freedom Call wurde vor 20 Jahren in Nürnberg gegründet und veröffentlich seitdem im Zweijahresrhythmus neue Alben, die sich rein kommerziell bzw. auf Chart-Platzierungen bezogen stets im hinteren Drittel bewegen. Personell bestehen Freedom Call aktuell aus dem einzig verbliebenen Gründungsmitglied Chris Bay (Gesang, Gitarre) sowie Lars Rettkowitz (Gitarre) und die in diesem Jahr brandneu hinzugestoßenen Francesco Ferraro (Bass) und Timmi Breideband (Schlagzeug). Damit halten sich, wenn man so will, Albumveröffentlichungen und Besetzungswechsel bei Freedom Call beinahe die Waage, denn das Bandjubiläum wird nun mit dem zehnten Studioalbum, das konsequenterweise auf „M.E.T.A.L.“ getauft wurde, gefeiert.

Darauf zu hören gibt es – wie immer – traditionellen Melodic-Power-Metal, den die Band zu ihrem stilistischen Markenzeichen und musikalischen Fingerabdruck in den Geschichtsbüchern gemacht hat. Ebenfalls – wie immer – mit dabei: Fröhliche Texte mit leichtem Fantasy-Einschlag und Melodien, die jeden Volksmusikliebhaber neidisch machen. Und damit sind wir auch schon an dem Punkt angelangt, der sinnbildlich für zwei Dekaden Freedom Call steht: Diese Band polarisiert! Vielleicht sogar stärker als Sabaton, Manowar und Konsorten, woraus sich ein merkwürdiger Reiz ergibt, den auch „M.E.T.A.L.“ nicht abschütteln kann bzw. will.

Bild

Angefangen bei den ersten Tönen des Openers „111“ (Untertitel: „The number of the angels“), bis hin zum finalen „Sole survivor“ verbreiten Freedom Call ihren durch und durch typischen „Happy Metal“ mit galoppierenden Gitarren, rasenden Drums, fetten Chören und gebündelten Textphrasen über Warriors, Angels und Unicorns. Eingebettet in eine wuchtige Produktion, die nicht fremde Hände gelegt, sondern in Eigenregie von Chris Bay und Lars Rettkowitz umgesetzt wurde, gibt es dabei zumindest in Sachen Sound absolut nichts zu meckern. Und sind wir mal ehrlich: Haben nicht auch Gamma Ray und Helloween ähnliche Melodien in petto?

So gibt es am Gesamtpaket „Freedom Call“ eigentlich nur wenige Stellschrauben, die der Band mehr Credibility einbringe würde. Aber zu welchem Preis? Schließlich gehört die Band längst zu den Metal-Institutionen dieses Landes und Songs wie „The ace of the unicorn“, „Fly with us“ oder auch „Ronin“ sind auch heuer wieder Zeugnisse dafür, dass Freedom Call scheinbar nicht viel verkehrt machen. Wenn nur das Fantasy-Image und die komischen Texte nicht wären, durch die die elf Power-Happen stets eine leicht kuriose Note haben.

Anspieltipps:

  • Fly with us
  • Wheel of time
  • The ace of the unicorn
  • One step into wonderland
Neue Kritiken im Genre „Melodic Metal“
6.5/10

Beast Over Europe
  • 2019    
Diskutiere über „Freedom Call“
comments powered by Disqus