Steel Panther - Heavy Metal Rules - Cover
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Steel Panther Heavy Metal Rules


  • Label: Open E Music
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Du magst Steel Panther wegen ihrer Texte nicht? Selbst schuld! Everybody can suck my fuckin' dick. Everybody can lick my motherfuckin' balls. So!

Der amerikanische Heavy Metal und Hardrock Karnevalsverein namens Steel Panther meldet sich 2½ Jahre nach seinem fünften Studioalbum „Lower The Bar“ (03/2017) mit frisch-vulgären Gaga-Texten und Rifforgien aus dem Museum zurück, die Ralph Saenz (alias Michael Starr, Gesang), Russ Parrish (alias Satchel, Gitarre), Travis Haley (alias Lexxi Foxx, Bass) und Darren Leader (alias Stix Zadinia, Drums) als das ultimative Partyalbum ankündigen. Etwas anderes war von einer Band, von der sich viele Genre-Puristen noch immer schwer veräppelt vorkommen, auch nicht zu erwarten. Also möge sich im Nachhinein bitte niemand beschweren!

In den USA und Kanada werden die Longplayer von Steel Panther tatsächlich in den Comedy-Album-Charts geführt, wo sie regelmäßig den ersten Platz ergattern. Auch das ist natürlich zu extrem, um der eigentlichen Gesinnung des Quartetts auf die Spur zu kommen. Denn auch wenn Steel Panther den Spaß an der Freude in den Mittelpunkt stellen und ihre Zielgruppe einfach nur gut unterhalten wollen, bringen sie musikalisch zumindest so viel Fachkenntnis mit, dass sie nicht als zweitklassige Amateurtruppe durchs Ziel gewunken werden müssen. Klischees und derbe Überzeichnungen gehören dennoch zum Handwerkszeug der Amerikaner. Das muss der Hörer einfach mögen, sonst wird es eng mit der Zuneigung.

Bild

Das von Produzent und Toningenieur Jay Ruston (Stone Sour, Anthrax, Amon Amarth, Fall Out Boy, Coheed And Cambria) betreute „Heavy Metal Rules“-Album bezieht seine stilistische Inspiration – wie auch schon die Vorgänger – vom US-Hair-Metal und Hardrock der 80er Jahre und huldigt dementsprechend im Titelsong die Helden und Vorbilder der Stahlpanther. Doch damit genug der Ablenkung! Eigentlich geht es Steel Panther in den zehn Songs nur um Bitches, Pussies, Cunts und Hos, die von ihren Dicks amtlich gebürstet gehören. Fast schon aufopferungsvoll durchleuchten die Herrschaften diese Thematik bis ins kleinste Detail und lassen den Hörer daran teilhaben.

Steel Panther tun gut daran, ihren schlüpfrigen Reigen in lediglich 36 Minuten durchzuziehen, womit sie ihr bis dato kürzestes Album abliefern. Doch diese Dosis Spaß und Sauereien ist genau richtig kalkuliert, um den tätowierten Jungs nicht von der Schüppe zu hüpfen und in zwei Jahren treudoof das nächste Album zu kaufen.

Anspieltipps:

  • Gods of Pussy
  • I’m not your bitch
  • Always gonna be a ho
  • I ain’t bying what you’re selling
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